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pte20220622003 Umwelt/Energie, Forschung/Entwicklung

Perowskit-Solarzellen mit Eisen angereichert

Neuentwicklung von Wissenschaftlern der University of Surrey ist deutlich länger haltbar


Sonnenlicht lässt sich mit Eisen bald noch billiger verstromen (Foto: ipicgr, pixabay.com)
Sonnenlicht lässt sich mit Eisen bald noch billiger verstromen (Foto: ipicgr, pixabay.com)

Guildford (pte003/22.06.2022/06:05) -

Forscher der University of Surrey http://surrey.ac.uk haben Perowskit mit Ferrocen angereichert. Die metallorganische Verbindung, in deren Zentrum sich ein Eisenatom befindet, ermöglicht eine jahrelange Beständig- und damit Haltbarkeit von Perowskit-Solarzellen. Somit lässt sich Sonnenlicht länger in elektrische Energie umwandeln, womit die Ausbeute steigt. "Außerdem lässt sich Ferrocen billig produzieren", sagt Surrey-Forscher Thomas Webb.

Feuchtigkeitsproblem gelöst

"Perowskit-Materialien sind ohne Zweifel die nächste Generation in der Photovoltaik. Doch es ist noch ein langer Weg, um sicherzustellen, dass diese in großem Maßstab eingesetzt werden können. Doch mit unserer Entdeckung sind wir der Verwirklichung dieses Ziels einen großen Schritt nähergekommen", ergänzt Energietechniker Wie Zhang.

Mehrere Forschungsgruppen haben, um die Stabilität der Zellen zu verbessern, eine hauchdünne Lithiumschicht aufgebracht. Das hatte zunächst zwar den gewünschten Erfolg. Doch in der rauen Wirklichkeit stellte sich heraus, dass das derart behandelte Material gegen Feuchtigkeit empfindlich und letztlich zerstört wurde. "Dieses Problem haben wird mit Ferrocen nicht", so Webb.

"Eine Schlüsselentwicklung"

"Dies ist eine Schlüsselentwicklung, um dieses wichtige neue Materialsystem in einer Zeit voranzutreiben, in der zuverlässige erneuerbare Energiequellen von entscheidender globaler Bedeutung sind", bestätigt Stephen Sweeney, Co-Supervisor für Forschung an der Universität. "Dies ist auch ein sehr erfreuliches Beispiel dafür, wie interdisziplinäre Forschung und komplementäre Expertise über die Partneruniversitäten hinweg zu einem wirkungsvollen Ergebnis geführt haben." An der Entwicklung waren vier weitere britische Universitäten sowie der Schweizer Simulationssoftware-Entwickler Fluxim beteiligt.

(Ende)
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