business

AUSSENDER



pressetext.austria

Ansprechpartner: ws, email: <A HREF=mailto:redaktion@pressetext.at>redaktion@pressetext.at</A>, Tel. 01/402 48 51


FRüHERE MELDUNGEN

pte19970910005 in Business

Ozongefahr noch nicht gebannt

Vertragsstaaten umgehen auferlegte Beschränkungen


Montreal (pte) (pte005/10.09.1997/20:53)

Im kanadischen Montreal beginnt am kommenden Montag die nächste Verhandlungsrunde des "Montrealer Protokolls". Das 1987 von rund 150 Nationen unterzeichnete Abkommen verpflichtet zum Verzicht auf die ozonschädigenden Fluorkohlenwasserstoffe und gilt als Meilenstein der Bemühungen um den Schutz der Ozonschicht. Während die Politik das Thema vielerorts bereits zu den Akten gelegt zu haben scheint, sehen die Wissenschaftler noch immensen Forschungsbedarf. So beruht etwa die Prognose, daß die Ozonschicht sich infolge des FCKW-Verzichts um das Jahr 2005 wieder regenerieren wird, lediglich auf Modellrechnungen.

Der amerikanische Nobelpreisträger Frank Sherwood Rowland verweist auf die Gefahr einer Abkühlung der Stratosphäre, da die Kohlenwasserstoffe den Aufstieg der Erdwärme blockierten. "Eine Abkühlung läßt mehr Wolken entstehen, und dies verstärkt wiederum den Ozonabbau durch Chlor, der unter diesen Bedingungen aggressiver wird", erläutert der Chemiker.

Zudem scheint es unsicher, daß die im Protokoll ausgehandelten Beschränkungen tatsächlich eingehalten werden. So stehen etwa die USA im Verdacht, einer der Großabnehmer von illegal produzierten FCKW zu sein. "Diese Produktionen aus China und den ehemaligen GUS-Staaten, die dann in westliche Industrienationen exportiert werden, torpedieren das Abkommen", klagt Professor Donat-Peter Häder vom UN-Expertengremium über die Folgen des Ozonabbaus. Möglicherweise, so Donat, "steht das Maximum der Ozonzerstörung noch aus". (Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: ws, email: <A HREF=mailto:redaktion@pressetext.at>redaktion@pressetext.at</A>, Tel. 01/402 48 51
Website: pressetext.at
|
Top