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pte20260821003 in Leben

Oktopusse gegen Krabbenplage in Italien

160.000 Tiere sollen gefräßige Zerstörer der Muschelbänke in der Adria stoppen


Junge Oktopusse werden ausgesetzt, um Blaukrabben in der Adria zu töten (Foto: Universität Bologna)
Junge Oktopusse werden ausgesetzt, um Blaukrabben in der Adria zu töten (Foto: Universität Bologna)

Bologna (pte003/21.08.2026/06:10)

Mit Oktopussen wollen italienische Fischer ihre Zukunft sichern. Die intelligenten mehrarmigen Tiere sollen die starke Population der Atlantischen Blaukrabbe vor den Küsten eindämmen. Diese ist ein gefräßiges Krebstier, das die Muschelproduktion in der Adria gefährdet, sodass die Einnahmequelle der Fischer zu versiegen droht. Sie bauen dabei auf die wissenschaftliche Expertise des Tierarztes Antonio Casalini.

Oktopoden überlisten Krabben

Der Gemeine Oktopus (Octopus vulgaris) nähert sich der Krabbe meist von hinten und packt sie mit mehreren Armen, sodass sie ihre starken Scheren nicht mehr nutzen kann, um den Angreifer abzuwehren. Das gelingt den Tintenfischen selbst bei ausgewachsenen Krabben, die ein Gewicht von einem Kilogramm erreichen und deren Panzer bis zu 17 Zentimeter breit ist. Mit seinem harten Schnabel aus Chitin hackt der Oktopus ein Loch in den Panzer, löst das Muskelfleisch der Krabbe mit Verdauungssäften auf und schlürft sein Mittagessen. Der Panzer bleibt übrig.

"Wir haben uns für den Oktopus entschieden, weil er in sich freier Wildbahn von Krebstieren ernährt", erläutert Antonio Casalini, auch Dozent in Veterinärmedizin an der Universität Bologna. Gemeinsam mit den betroffenen Muschelzüchtern hat er kürzlich tausende junge Oktopoden dort ausgesetzt, wo die Krabben den meisten Schaden anrichten.

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