pts19971203002 in Business
NuVita: Implantierte Linse gegen starke Kurzsichtigkeit
Chiron Vision stellt neue Generation künstlicher Augenlinsen vor
Innsbruck (pts002/03.12.1997/09:37)
Chiron Vision, auf dem ophthalmologischen Markt als Hersteller für Präzisions-Augenlasergeräte bekannt, hat am Dienstag in Innsbruck erstmals in Österreich seine NuVita MA20-Linse vorgestellt. Die neue Generation künstlicher Augenlinsen wurde fünf Jahre lang medizinisch erprobt, bevor sie jetzt zum Einsatz kommt. In Österreich werden NuVita-Operationen von Univ.-Prof. Dr. Mathias Zirm durchgeführt.Intraokulare refraktive Linsen wie die NuVita 20MA werden unter die Hornhaut implantiert. Neu an der NuVita-Linse ist, daß sie zusätzlich zur körpereigenen Linse eingepflanzt wird; die Naturlinse wird nicht entfernt. Die NuVita MA20 wird vor allem zur Behandlung von starker Myopie (Kurzsichtigkeit) eingesetzt. Ihr Anwendungsbereich liegt bei -7 bis -20 Dioptrien.
In zahlreichen Studien zur refraktiven Chirurgie hat sich gezeigt, daß die intraokulare refraktive Linse bei starker Kurzsichtigkeit bessere Ergebnisse erzielt als andere chirurgische Methoden. Jetzt liegen nach ausgedehnten klinischen Tests in Frankreich die ersten Langzeitergebnisse für die NuVita MA20-Linse vor.
Die Ergebnisse:
Von 130 Patienten mit einer Myopie von -7 bis -19 Dioptrien erreichten 66 Prozent bei Nachuntersuchungen eine Korrektur auf +/- 1 Dioptrie, 91 Prozent lagen im Bereich von +/- 2 Dioptrien. Der Visus (Optimalwert 1,0) konnte bei den behandelten Augen von 0,05 bis 0,21 auf durchschnittlich 0,5 bis 0,7 korrigiert werden.
"Die Ergebnisse belegen, daß die NuVita-Linse eine stabile Korrektur hoher Myopien erreicht. Damit wird das Spektrum der refraktiven Chirurgie um einen bedeutenden Schritt erweitert", sagte Hans Martin Blickensdoerfer, Vertreter von Chiron Vision Frankreich, bei einem Pressegespräch in Innsbruck. Der Augenchirurg Prof. Dr. Mathias Zirm, bekannt durch seine Arbeit auf dem Gebiet der LASIK-Chirurgie, setzt die NuVita-Linse seit einigen Wochen als erster Augenmediziner Österreichs bei Operationen ein.
Künstliche Augenlinsen wurden seit den 50er Jahren entwickelt
Erste Versuche, künstliche intraokulare Kontaktlinsen einzupflanzen, gab es in der Augenchirurgie schon seit den 50er Jahren, damals durch Strampelli und Barraquer. Seit diesem Zeitpunkt wurde diese Technik ständig weiterentwickelt (u.a. Baikoff), der Durchbruch blieb der Methode jedoch versagt.
"Mit der neuen Linsen-Geration von Chiron Vision wird sich das ändern", ist Blickensdoerfer überzeugt. "Grundsätzlich muß jedoch der Augenchirurg entscheiden, welche Behandlungsmethode beim Patienten am besten geeignet ist, eine nachhaltige Verbesserung der Sehkraft zu erzielen."
Chiron Vison entwickelt und produziert medizinische Geräte sowie medizinische Hilfsmittel für den ophthalmologischen Markt. Bisher ist das Unternehmen als führender Hersteller für Geräte der refraktiven Chirurgie (insbesondere LASIK) bekannt. Seit Bausch & Lomb, der weltweit größte Kontaktlinsenhersteller, vor wenigen Wochen mit Chiron Vision den Hersteller von Augenlasern der höchsten Entwicklungsstufe übernommen hat, setzt auch die optische Industrie zunehmend auf Technologien der refraktiven Chirurgie.
Pressekontakt: Mag. Jochen Noack, Tel. 01/402 48 51-0, Fax DW 18, E-Mail: noack@temmel-seywald.at
Augenchirurgie- und Laserzentrum, Sanatorium der Kreuzschwestern Rum/Innsbruck: Tel. 0512/234-232, Ordination: Fax: 0512/264838 oder Tel. 0512/581860, Fax: 0512/581861. (Ende)
| Aussender: | Augenzentrum Prof. Zirm GmbH |
| Ansprechpartner: | Univ.Prof. Dr. Mathias Zirm, email: <A HREF=mailto:zirm@net4you.co.at>zirm@net4you.co.at</A>, Tel. 0 |
| Website: | www.zirm.net |
