pts20000224009 in Business
Novartis: Umsatzsteigerung auf 12,2 Mrd. Schilling (+6,4%)
Innovative Produktneueinführungen und Ausrichtung auf Gesundheitsbereich als Wachstumsmotoren
Wien (pts009/24.02.2000/10:30)
"Mit einem Umsatzwachstum von 6,4% auf 12,2 Mrd. öS (1998: 11,5 Mrd. öS) konnte die Novartis Gruppe in Österreich ihre Position als führendes Unternehmen im Gesundheitswesen bestätigen. Wichtige Produktneueinführungen in den Kerngeschäftsbereichen werden die Wachstumsdynamik auch in diesem Jahr sichern", sagte Mag. Christian Seiwald, Präsident von Novartis Austria, anlässlich der Präsentation der Geschäftsergebnisse des Jahres 1999.Der mit Abstand größte Geschäftsbereich Gesundheit zeichnet mit 10,7 Mrd. öS für 87,9% des Gesamtumsatzes verantwortlich. Die Division Consumer Health trug 387 Mio. öS (3,2%) und der Bereich Agribusiness 1,1 Mrd. öS (8,9%) zum Gesamtumsatz der österreichischen Novartis Gruppe bei.
Im Vorjahr gab Novartis den Plan zur Ausgliederung des Agribusiness-Geschäfts bekannt. Unter Ausschluss dieser "nicht weitergeführten" Aktivitäten (die Sektoren Agro und Seeds) erzielten die "weitergeführten" Geschäftsbereiche einen Umsatz von 11,7 Mrd. öS, was einer Steigerung von 6,8% gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Besonders hob Seiwald den Umstand hervor, dass die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung mit rund 1,1 Mrd. öS im abgelaufenen Jahr abermals einen neuen Höchststand erreichten. Im Forschungs- und Entwicklungsbereich sind bei der Biochemie in Tirol und am Novartis Forschungsinstitut (NFI) in Wien nunmehr rund 560 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
Die Gesamtzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Novartis Gruppe in Österreich beläuft sich auf rund 2.530, womit der Höchststand des Vorjahres gehalten werden konnte.
Die Exportquote blieb mit 81% auf Vorjahresniveau, was einem Umsatz von 9,9 Mrd. öS entspricht.
* Division Gesundheit wächst um 7,1% auf 10,7 Mrd. öS
Zum Geschäftsbereich Gesundheit gehören neben dem Novartis Forschungsinstitut (NFI) die operativen Gesellschaften Biochemie, Novartis Pharma und CIBA Vision. Die Biochemie in Kundl ist mit über 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Umsatz von 9,5 Mrd. öS nicht nur die größte Einzelgesellschaft innerhalb der Gruppe, sondern zugleich auch das größte Pharmaunternehmen Österreichs.
Der gesamte Bereich verzeichnete eine dynamische Entwicklung, wobei die beiden Sektoren Pharma und Ciba Vision mit zweistelligen Wachstumsraten und Marktanteilsgewinnen besonders erfolgreich waren. Die Biochemie konnte das Rekordergebnis des Vorjahres nochmals deutlich verbessern.
Insgesamt konnte der Umsatz der Division Gesundheit um 7,1% von 10 Mrd. öS im Jahr 1998 auf über 10,7 Mrd. öS im abgelaufenen Jahr gesteigert werden. Im Bereich Gesundheit sind insgesamt über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
* Division Consumer Health steigert Umsatz um +9,7% auf 387 Mio. öS
Zur Division Consumer Health gehören die Sektoren Novartis Nutrition und die Novartis Consumer Health-Gebro in Fieberbrunn. Letztere erzielte mit einem Umsatzplus von 17% ein hervorragendes Ergebnis, was einesteils auf die gezielte Konzentration auf Schwerpunkt-präparate, anderenteils auf den Transfer einiger OTC-Produkte von Pharma zu Consumer Health-Gebro zurückzuführen ist.
Novartis Nutrition behauptete mit so bekannten Marken wie Isostar® und Ovomaltine® ihre Position im Consumer-Bereich und konnte im Bereich der medizinischen Ernährung aufgrund neuer Produkte und innovativer Konzepte ein zweistelliges Umsatzwachstum erreichen. Der Vertrieb der führenden Knäckebrot-Marke Wasa®, die im Vorjahr an die italienische Barilla-Gruppe verkauft wurde, verbleibt auch weiterhin bei Novartis Nutrition in Wien.
Insgesamt konnte der Bereich Consumer Health seine Umsätze um 9,7% auf 387 Mio. öS steigern.
* Division Agribusiness: Marktposition im Inland gehalten, Abwärtstrend im Export gestoppt
Der Bereich Agribusiness, zu dem die Unternehmen Novartis Agro, Novartis Seeds und Novartis Animal Health gehören, musste im Vorjahr ein leichtes Umsatzminus von 0,6% im Vergleich zu 1998 hinnehmen und schloss mit einem Gesamtumsatz von 1,1 Mrd. öS.
"Dieses Ergebnis ist auf die anhaltend schwierige Situation auf wichtigen Auslandsmärkten zurückzuführen, wovon vor allem die Pyridate-Exporte (Maisherbizid) der Novartis Agro betroffen waren, während im Inlandsgeschäft eine zufriedenstellende Entwicklung zu beobachten war", erklärte Seiwald.
Anfang Dezember des Vorjahres gab Novartis bekannt, dass sie ihre Geschäfts-bereiche Agro und Seeds ausgliedern und mit dem Agrochemikaliengeschäft von AstraZeneca in einer neu zu gründenden Gesellschaft mit dem Namen Syngenta zusammenlegen werde. Die Genehmigung der Wettbewerbsbehörden und die Zustimmung der Aktionäre vorausgesetzt, wird in der zweiten Jahreshälfte mit der Geschäftsaufnahme von Syngenta gerechnet.
In Österreich beschäftigen die beiden Sektoren Agro und Seeds insgesamt 39 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und haben im Vorjahr einen Umsatz von rund 550 Mio. öS erzielt.
* Ausblick 2000: Fokus auf den Kernbereich Gesundheit
"Die Fokussierung unseres Geschäftsportfolios auf den Gesundheitsbereich und innovative Produktneueinführungen sichern unsere Wettbewerbsfähigkeit und sind die Basis für ein weiteres dynamisches Wachstum. Daher haben die erfolgreiche Einführung und Zulassung neuer innovativer Produkte und Verfahren auch in diesem Jahr höchste Prioriät", skizzierte Seiwald die Strategie für 2000.
In diesem Zusammenhang kritisierte Seiwald einmal mehr die Praxis der Kassenzulassungen durch den Hauptverband, wodurch es immer wieder zu Verzögerungen und Verschreibungs-hindernissen gerade bei neuen innovativen Arzneimitteln komme. Auch hinsichtlich der Transparenz und Begründung von Entscheidungen bei der Kassenzulassung habe sich die "Situation nicht wirklich verbessert", klagte Seiwald, weshalb er die "längst überfällige Umsetzung der EU-Transparenzrichtlinie" fordere. Nachdem die EU-Kommission bereits eine diesbezügliche Klage gegen Österreich beim Europäischen Gerichtshof eingebracht habe, hofft er nun auf eine beschleunigte Umsetzung.
Schließlich, so Seiwald weiter, sei es "wohl verständlich, dass ein Unternehmen wie Novartis, das jährlich rund 1,1 Mrd. öS in Forschung und Entwicklung in Österreich investiert, auch faire und nachvollziehbare Bedingungen bei der anschließenden Vermarktung der damit erforschten innovativen Produkte und Verfahren fordert".
* Innovative Produktneueinführungen im Jahr 2000
Als ein aktuelles Beispiel nannte Seiwald die Visudyne(TM)-Therapie von CIBA Vision, die in Österreich unmittelbar vor der Registrierung steht. Mit der revolutionären Visudyne(TM)-Therapie wird erstmals eine wirksame Behandlung altersbedingter Makuladegeneration, im Volksmund auch "Netzhautverkalkung" genannt, möglich. Diese mitunter sehr aggressiv verlaufende Erkrankung ist die häufigste Ursache der Erblindung von über 50-jährigen.
Eine weitere Innovation ist Apligraf® , ein biotechnisch erzeugter Hautersatz, für den das Zulassungsverfahren in Österreich bereits läuft. Dieses erste zweischichtige Hautgewebe aus dem Labor verkürzt die Heilungszeit und schließt selbst Langzeitwunden, bei denen konventionelle Therapien versagen. Apligraf® eröffnet damit völlig neue Perspektiven in der Therapie von chronischen Wunden und Verbrennungen und wird nach erfolgreicher Anwendung in klinischen Studien in den USA demnächst erstmals innerhalb Europas an drei österreichischen Kliniken zum Einsatz kommen.
Novartis Consumer Health schließlich bringt demnächst eine neue Produklinie im Bereich der funktionellen Ernährung auf den österreichischen Markt. Unter dem Namen AVIVA® werden Produkte mit einer einzigartigen Kombination natürlicher Inhaltsstoffe angeboten werden. AVIVA®-Produkte zeichnet neben ihrem ausgezeichneten Geschmack ihre gesundheits-erhaltende Wirkung aus, die in zahlreichen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen wurde.
Diese Beispiele "belegen das enorme Potential unserer Forschungspipeline sowie die Innovationsfähigkeit von Novartis, dem Schlüsselkriterium für dauerhafte Wettbewerbs-fähigkeit schlechthin", resümierte Seiwald.
Novartis ist ein weltweit führendes Unternehmen im Gesundheitswesen mit seinem Kerngeschäft in den Bereichen Pharma, Consumer Health, Generika, Augenheilmittel und Tiergesundheit. 1999 erzielte das Unternehmen (inkl. Agribusiness) einen Umsatz von 32,5 Milliarden Schweizer Franken und investierte mehr als 4,2 Milliarden Schweizer Franken in die Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz) und beschäftigt rund 82.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 140 Ländern. Vor kurzem hat das Unternehmen seine Pläne zur Ausgliederung der Sektoren Crop Protection und Seeds und deren Zusammenlegung mit dem Agrochemikaliengeschäft von AstraZeneca bekannt gegeben, was für die zweite Jahreshälfte 2000 erwartet wird.
Die österreichische Novartis Gruppe ist in allen Kerngeschäftsbereichen mit eigenständigen Unternehmen tätig, beschäftigt über 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielte 1999 einen Umsatz von 12,2 Milliarden Schilling (inklusive Agribusiness). Die jährlich in Österreich getätigten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen belaufen sich auf
rund 1,1 Milliarden Schilling. Der Exportanteil beträgt insgesamt 81 Prozent, wobei das Exportgeschäft insbesondere für die Sektoren Generics (Biochemie GmbH in Tirol) und Tiergesundheit eine zentrale Rolle spielt. http://www.novartis.at (Ende)
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