pte20080123001 in Business
Nokia-Misere: "Verklärtes Bild von Kapitalismus"
Gewinnmaximierung zulasten von Arbeitnehmern unter Kritik
Bochum/Brüssel/Achim (pte001/23.01.2008/06:00)
Mit der Ankündigung, am profitablen Bochumer Standort künftig nicht mehr produzieren zu wollen, setzt der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia http://www.nokia.de ungeachtet massiver Proteste seine bisherige Shareholder-Value-Strategie fort. Indem der Konzern anstrebt, von den insgesamt 2.300 geplanten Stellen rund 2.050 abzubauen und seine Neuansiedlung im profitableren Rumänien zu forcieren, handelte sich Nokia nicht nur einen großen Imageschaden ein (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080119008 ). Auch der politische Unmut im Hinblick auf die Vergeudung staatlicher Subventionen fachte die Debatte über das marktwirtschaftliche Kalkül von Top-Managern weiter an. Kritiker weisen darauf hin, dass sich die Bewertung des Konzerns immer stärker an dessen freien Cash-Flows ausrichtet und sich dieser Grundsatz nicht länger mit der Verantwortung gegenüber dem Standort und dessen Beschäftigten verbinden lässt.
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