pts20260127007 in Business

NIS2 macht technische Grenzen sichtbar: Wenn Daten trotz Backup nicht zugänglich sind

Analyse realer Zugriffsausfälle gewinnt 2026 an Bedeutung


Speicherarchitektur: Technische Grenzen beeinflussen Zugriff & Wiederherstellbarkeit (© RecoveryLab)
Speicherarchitektur: Technische Grenzen beeinflussen Zugriff & Wiederherstellbarkeit (© RecoveryLab)

Leipzig (pts007/27.01.2026/08:25)

Mit der praktischen Umsetzung der NIS2-Richtlinie verändert sich 2026 die Einordnung von IT-Sicherheits- und Verfügbarkeitsvorfällen. Entscheidend ist nicht mehr allein, ob Sicherungs- und Notfallkonzepte existierten, sondern welche technischen Grenzen im konkreten Schadenfall tatsächlich erreicht wurden. Die Analyse realer Zugriffsausfälle zeigt: Datenzugriff ist selbst bei vorhandenen Backups keine Selbstverständlichkeit mehr. Hochintegrierte Speicherlösungen, hardwaregebundene Verschlüsselung und enge Abhängigkeiten zwischen Komponenten können dazu führen, dass Daten trotz Vorsorge technisch nicht zugänglich sind.

Wenn Zugriff scheitert, wird technische Analyse entscheidend

NIS2 bewertet nicht abstrakte Konzepte, sondern den Umgang mit realen Vorfällen. In der technischen Praxis zeigt sich dabei wiederholt ein gleiches Bild:

Sicherungen sind vorhanden.

Wiederherstellungsprozesse werden angestoßen.

Der Zugriff scheitert dennoch an technischen Grenzen.

In diesen Fällen steht nicht der Erfolg einer Wiederherstellung im Mittelpunkt, sondern die technische Analyse der Ursachen, die einen Zugriff verhindert haben.

Moderne Speicherarchitekturen erreichen erklärungsbedürftige Grenzen

Unter aktuellen Speicherarchitekturen reicht eine organisatorische Betrachtung nicht mehr aus. Erforderlich ist die strukturierte Einordnung technischer Ursachen, etwa:
– hardwarebedingte Defekte
– verschlüsselungsbedingte Zugriffshindernisse
– Abhängigkeiten zwischen Speicher, Firmware, Controllern und Logikkomponenten

NIS2 verschärft nicht die Technik, sondern die Erwartung, diese Grenzen im Schadenfall fachlich erklären zu können.

Recovery Lab: Technische Einordnung statt Bewertung

Vor diesem Hintergrund rückt die technische Analyse von Zugriffsausfällen in den Fokus. Recovery Lab agiert dabei nicht beratend oder bewertend, sondern als technisches Labor zur Untersuchung realer Schadensbilder.

Im Fokus stehen überprüfbare Fakten:
– Analyse konkreter Schadensursachen
– Rekonstruktion technischer Zugriffshindernisse
– Bewertung der tatsächlichen Wiederherstellbarkeit
– Dokumentation erreichter und nicht erreichter technischer Grenzen

Diese Analysen schaffen die Grundlage für technische Nachvollziehbarkeit im Schadenfall.

Warum NIS2 2026 praktisch relevanter wird

Die zunehmende Relevanz von NIS2 ergibt sich aus der technischen Entwicklung:
– wachsende Verbreitung hardwaregebundener Verschlüsselung
– steigende Integration von Speicher, Firmware und Logik
– sinkende Fehlertoleranz bei physischen und elektronischen Defekten

Datenzugriff wird damit komplexer und im regulatorischen Kontext erklärungsbedürftiger.

Einordnung durch aktuelle Studiendaten gestützt

Diese Beobachtungen werden durch empirische Daten gestützt. Eine Ende 2025 veröffentlichte NIS-2-Reifegradstudie der DATA REVERSE® Datenrettung - Bindig Media GmbH auf Basis einer Befragung von 245 Entscheidern zeigt erhebliche Lücken bei Wiederherstellbarkeit und Notfallplanung. Selten durchgeführte Wiederherstellungstests und die geringe Verankerung externer Datenrettung in Notfallplänen verdeutlichen, dass formale Vorsorge häufig nicht ausreicht, um reale Zugriffsausfälle technisch zu beherrschen oder nachvollziehbar zu erklären.

Fazit

Backups bleiben ein zentraler Bestandteil jeder IT-Strategie. Sie garantieren jedoch keinen Zugriff unter allen Bedingungen. NIS2 macht deutlich, dass Datensicherheit dort endet, wo technischer Zugriff nicht mehr möglich ist – und bei der technischen Nachvollziehbarkeit beginnt.

(Ende)
Aussender: RecoveryLab Datenrettung
Ansprechpartner: Stefan Berger
Tel.: +49 341 392 817 89
E-Mail: info@recoverylab.de
Website: www.recoverylab-datenrettung.de
|