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pte19980109005 in Business

Neues Verfahren zur Replizierung fossiler Schädel

Wiener Wissenschaftler vereinfachen die Analyse der menschlichen Evolution


Wien (pte) (pte005/09.01.1998/10:55)

Humanbiologen der Universität Wien entwickelten eine neue Methode zur Herstellung von identischen Kopien fossiler Schädelfunde. Die Duplikate erlauben eine Untersuchung des Fundstückes ohne Beschädigung des Originals. Das Verfahren ermöglicht zudem die Rekonstruktion fehlender Schädelpartien bei unvollständigen Funden. Durch die neue Methode wird die Analyse der menschlichen Evolution wesentlich vereinfacht.

Im ersten Schritt fertigen Mediziner dabei eine Computertomographie des Objektes an. "Die daraus gewonnenen Informationen dienen als Datenbasis für ein Verfahren aus dem Bereich des Industrie-Designs, der Stereolithographie", erklärt Gerhard Weber vom Institut für Humanbiologie. "Dabei härtet ein Laser flüssiges Harz schichtweise zu einem dreidimensionalen transparenten Modell." Das Ergebnis ist ein Plastikkopf aus weiß-gelblichem Kunstharz, dessen Detailauflösung bei etwa einem halben Millimeter liegt. Die Forscher fertigten inzwischen drei solcher Modelle an, deren Vorlagen aus Griechenland, Zimbabwe und Frankreich stammen und etwa 200.000 bis 400.000 Jahre alt sind. [Quelle: Gerhard Weber]

* Gobi-Dinosaurier durch zusammenbrechende Dünen getötet *
Einem internationalen Wissenschaftlerteam gelang bei einer Expedition in der Wüste Gobi jetzt der Nachweis, daß Dinosaurier durch plötzliche, von Dünen herabstürztende Sand-Lawinen umkamen. Die Erhaltung der Fossilien ist exzellent, was auf einen raschen Tod und umgehende Einbettung der Tiere hinweist - Aasfresser, Verwesung und Erosion hatten keine Zeit, die toten Körper anzugreifen. Bisher nahm man an, daß die Saurier womöglich durch starke Sandstürme bei lebendigem Leibe verschüttet wurden. Detaillierte geologische und sedimentologische Untersuchungen erbrachten jetzt jedoch Sedimentationsmuster, die typisch für wasserhaltige Schuttströme, sogenannte "debris flows", sind.

In den gleichen Sedimentabfolgen wurden von dem Wissenschaftlerteam der University of Nebraska, des American Museum of Natural History, des Berkeley Geochronology Center und der Mongolian Technical University nun auch die ersten Dinosaurier-Fährten innerhalb der Gobi gefunden. Während die durch Stürme dünenartig abgelagerten Sandschichten völlig fossilfrei sind, fanden die Wissenschaftler in horizontal gelagerten Schichten eigenartige taschenformige Strukturen, die als fossile Fußabdrücke großer Tiere bestimmt wurden. Einzige mögliche Erzeuger dieser Spuren in der Gobi sind die großen Dinosaurier wie Protoceratops und Ankylosaurier.

Die Entdeckung läßt auch Rückschlüsse auf den Lebensraum der Gobi-Dinosurier zu. Sie lebten nicht in einer trockenen, sterilen Wüste sondern inmitten von Dünenfeldern, die mit Pflanzen bewachsen waren und in denen es relativ häufig regnete. [Quelle: Olaf Elicki, Geology 1/98] (Ende)
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