pte19971207002 in Business
Neues Verfahren gegen giftige Stoffe im Grundwasser
Forschungszentrum Seibersdorf gewinnt Umweltpreis in Kyoto
Wien (pte) (pte002/07.12.1997/13:00)
Ein neues Ozon/Elektronenstrahl-Verfahren des Österreichischen Forschungszentrums Seibersdorf (ÖFZS) macht giftigen Stoffen im Grundwasser den Garaus. Die Methode wurde vor wenigen Tagen beim Internationalen Ozon-Kongreß in Kyoto (Japan) mit einem Umweltpreis ausgezeichnet. Sowohl durch Ozon als auch durch Elektronenstrahlen werden sogenannte Radikale, äußerst reaktionsfreudige Molekülgruppen aufgebaut, die Schadstoffe im Grundwasser verbrennen. Laut Peter Gehringer vom ÖFZS verläuft diese Oxidation völlig rückstandsfrei ab. Die hohe Effektivität des Verfahrens sei darauf zurückzuführen, daß die Radikale durch zwei verschiedene Quellen gebildet werden.Durch das neue Ozon/Elektronenstrahl-Verfahren können giftige Substanzen, etwa Chlorkohlenwasserstoffe, im Grundwasser eliminiert werden, sodaß dieses als Trinkwasser verwendet werden kann. "Auch schwer abbaubare Schadstoffe, die in vielen Abwässern nach der biologischen Aufbereitung verbleiben, lassen sich durch das Kombinationsverfahren bis zur ökologischen Verträglichkeit reduzieren", so Gehringer. Selbst Atrazin-Belastungen in Grundwässern könnten durch diese Behandlung deutlich reduziert werden.
* Alternativer Nobelpreis für Umweltaktivisten *
Am Montag ehrt die Stiftung "Right Livelihood" in Stockholm die Preisträger des Alternativen Nobelpreises. Der 1980 von Jakob v. Uekuell gestiftete Preis soll Leistungen zur Lösung von Umweltproblemen und zur Verbesserung der Lebensbedingungen auszeichnen. Den Preis teilen sich in diesem Jahr der Deutsche Michael Succow, der Franzose Mycle Schneider, der Japaner Jenzaburo Takagi, die US-Amerikanerin Cindy Duehring und Joseph Ki-Zerbo aus Burkina Faso. Der Greifswalder Ökologe Succow erhält die Auszeichnung für seinen vorbildlichen Einsatz bei der Erhaltung wichtiger Ökosysteme. Als letzter stellvertretende Umweltminister der DDR hatte er für die Einrichtung zahlreicher Nationalparks gesorgt. (Quelle: idw)
* Vielfalt wichtig für Überleben *
Nicht nur die funktionale Vielfalt eines Ökosystems ist entscheidend für seine Stabilität, sondern auch die Vielfalt innerhalb einer funktionellen Gruppe. Je mehr Arten beispielsweise für Photosyntheseleistungen oder für den Abbau von organischem Material sorgen, desto flexibler wird das aus ihnen bestehende System. Den Nachweis dafür - zumindest auf mikrobiellem Gebiet - brachten jetzt Wissenschaftler von der University of Minnesota. Shadid Naeem und Shibin Li hatten die Entwicklung künstlicher Mikro-Ökosysteme mit unterschiedlich vielfältigen funktionellen Gruppen untersucht. Mit größerem Artenreichtum entwickelten sich auch die Systeme besser. "Das ist ein weiteres Argument für den Erhalt der Biodiversität der Erde", so Naeem. [Quelle: PM umn] (Ende)
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