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pte19980113005 in Business

Neues Produktionsverfahren für Krebsmedikament

Entscheidender Schritt vom Laborglas in die Zellmaschinerie verlegt


Madison (pte) (pte005/13.01.1998/09:34)

Wissenschaftlern der amerikanischen Universität Wisconsin ist es gelungen, bei der Herstellung des Krebsmedikamentes Epirubicin den entscheidenden chemischen Schritt aus dem Laborglas in die Zellmaschinerie von Bakterien zu verlagern. In der Jänner-Ausgabe von "Nature Biotechnology" beschreiben sie, wie Epirubicin direkt aus genveränderten Streptomyces-Stämmen gebildet werden kann: http://biotech.nature.com

Bisher stellen Biochemiker das Medikament in einem aufwendigen Verfahren aus Doxorubicin her, das der Streptomyces-Stamm natürlicherweise produziert. Doxorubicin dient gleichermaßen als Krebsmedikament, ist jedoch nicht so wirksam wie das chemisch veränderte Derivat Epirubicin. Der entscheidende Unterschied betrifft nur einen einzelnen Zuckerbaustein, der eine andere Unterstruktur besitzt.

Nach Anzucht der genveränderten Streptomyceten ließ sich Epirubicin aus der Kultur-Flüssigkeit isolieren. Durch zwei gentechnologische Kniffe hat die Forschergruppe um Dr. Richard Hutchinson den Streptomyces-Stamm so verändert, daß der Zuckerbaustein in der für Epirubicin richtigen Form zusammengesetzt wird. Molekularbiologen schalteten zunächst das Gen aus, das für die Zuckeranordnung der Doxorubicin-Form verantwortlich ist. Stattdessen fügten sie das Gen eines anderen Bakteriums ein, das den Zuckerbaustein in der gewünschten Weise synthetisiert. (Quelle: Martin Roos, Nature Biotechnology) (Ende)
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