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pte20200807039 Umwelt/Energie, Forschung/Entwicklung

Neuer Kat macht aus alten Reifen Kraftstoff

Massive Kosteneinsparungen - Baskische Forscher setzen auf die katalytische Pyrolyse


Altreifen sind mehr als eine Umweltbelastung (Foto: Günter Havlena, pixelio.de)
Altreifen sind mehr als eine Umweltbelastung (Foto: Günter Havlena, pixelio.de)

Blibao (pte039/07.08.2020/13:30) - Während Australier gehäckselte Altreifen in Verbindung mit Schutt als Unterbau von Straßen nutzen wollen (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20200731005 ), setzen Forscher der Universität des Baskenlandes http://ehu.eus/en auf eine Nutzung der Wertstoffe, die die Pneus enthalten. Dazu werden die Reifen in Anwesenheit eines Katalysators unter Luftabschluss erhitzt.

Effizientes Pyrolyseverfahren

Bei diesem Pyrolyseverfahren entsteht vor allem eine Flüssigkeit. Dazu kommen feste und gasförmige Fraktionen. Alle sind brennbar, können jedoch auch als Chemierohstoffe oder direkt verwendet werden, etwa die entstehende Kohle. Diese lässt sich als Aktivkohle nutzen oder als Ruß, der der Rohmasse neuer Reifen beigemischt wird. Die zurückbleibenden Stahlfäden aus der Karkasse lassen sich zur Herstellung neuen Stahls nutzen. Die Anteile der einzelnen Fraktionen lassen sich in gewissem Rahmen steuern, je nach den Pyrolyseparametern.

Das Team um die Recycling-Spezialistin Miriam Arabiourrutia-Gallastegui hält vor allem die flüssige Fraktion für wichtig. Ihr könne Erdöl beigemischt und in einer Raffinerie kann sie in die dort üblicherweise hergestellten Produkte umgewandelt werden. Dies sind neben Kraft- und Brennstoffen wie Diesel, Benzin, Kerosin und Heizöl vor allem Rohstoffe für die chemische Industrie. In den Pyrolysegasen sind zwar auch unbrennbare Bestandteile wie CO2, sie enthalten aber noch genügend Energie, um etwa in Motoren verbrannt zu werden, die Generatoren zur Stromerzeugung antreiben.

13 Mio. Tonnen Altreifen pro Jahr

Die jährlich anfallenden rund 13 Mio. Tonnen Altreifen lassen sich mechanisch nur mit hohem Aufwand zerkleinern. Es gab auch Versuche, sie in flüssigen Stickstoff zu tauchen, sodass sie spröde und wie Glas zerschlagen werden können. Doch dieses Verfahren verbraucht viel Energie. Die Pyrolyse dagegen wird mit den Reifen spielend fertig und hat zudem den Vorteil, dass sie quasi doppelt genutzt werden kann. Nachdem sie über tausende Kilometern Straßen gerollt sind, werden sie nicht einfach verbrannt, sondern in Wertstoffe umgewandelt, die sonst aus Erdöl hergestellt werden. Da Reifen auch Naturkautschuk enthalten, emittiert der aus Pyrolyseöl hergestellte Treibstoff weniger CO2 als rein fossiler.

(Ende)
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