pte19971226002 in Business
Neue Hoffnung für Alkoholkranke
Naltrexon von REVIA verdoppelt die Chance auf Abstinenz
Wien (pte) (pte002/26.12.1997/11:40)
Gerade zu Weihnachten ein Thema: Alkoholismus. Gute Ergebnisse bei der Behandlung von alkoholkranken Patienten in Therapiezentren und bei niedergelassenen Fachärzten haben den Hauptverband der Krankenversicherungsträger jetzt dazu bewegt, Naltrexon (REVIA) den Status der Kassenfreiheit bei Verschreibung durch Fachärztefür Neurologie und Psychiatrie zu gewähren. REVIA, ein oral einnehmbares Opiatantagonist, ist seit 1996 in Österreich für die Therapie der Alkoholkrankheit zugelassen. Der Wirkung der Substanz beruht auf der Blockade körpereigener Endorphin-Rezeptoren.Alkohol ist ein hochwirksamer Stimulator der Ausschüttung von Endorphinen im menschlichen Zentralnervensystem. Bei der Alkoholkrankheit leidet der Organismus an der Abhängigkeit von diesen körpereigenen Suchtstoffen. Nach dem Entzug kämpfen viele Patienten mit dem Problem der Begierde (Craving) nach Alkohol. Craving wird aus dem Suchtgedächtnis abgerufen, durch Endorphinpulsationen ausgelöst und tritt als Konsequenz verschiedener Schlüsselreize auf. Schon der Anblick, der Geruch oder der Geschmack (Arznei-Tropfen auf alkoholischer Basis) von Alkohol kann unkontrollierbares Craving hervorrufen.
Die Anti-Cravingwirkung des neuen Mittels in Kombination mit psychotherapeutischer Betreuung reduziert die Rückfallsrate Alkoholkranker um bis zu 50 %, sagt der Erzeuger. Empfohlen wird eine Behandlungsdauer von 6-12 Monaten.
Laut dem Hersteller haben internationale Studien gezeigt, daß REVIA sowohl bei Spiegel- als auch bei Quartalstrinkern mit gutem Erfolg eingesetzt werden kann. Zudem häuften sich die wissenschaftlichen Hinweise, daß Anomalien im Endorphin-Stoffwechsel (verstärkte Reaktion auf Alkohol) vererbt werden können. Somit könnte REVIA auch bei familiär vererbter Neigung zur Alkoholsucht erfolgreich angewandt werden. Naltrexon (REVIA), ein Blocker der körpereigenen Suchtstoffe (Endorphine), kann ab 1.1.98 kassenfrei durch Fachärzte für Neurologie und Psychiatrie verschrieben werden. Info: Torrex Pharma, Doz. Dr. Günther Krumpl, Tel. 01-407 39 19. (Ende)
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