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pte20000301011 in Leben

Neue Bildtechnik für bessere Mammographien entwickelt

Siliziumkristall als Analyse-Kristall eingesetzt


Chapel Hill (pte011/01.03.2000/11:00)

Aus den USA kommt eine neue bildgebende Röntgentechnik, die deutlich bessere Bilder von Brustgewebe produziert als bisher möglich. Damit könnte die Mammographie - das Durchleuchten des Brustgewebes bei Verdacht auf Krebs oder als Vorsorgemaßnahme - zum wesentlich effektiveren Werkzeug auf der Suche nach Tumoren werden. http://www.eurekalert.org/releases/uncc-sni022300.html Möglich scheint auch, die neue Technik auf allen anderen medizinischen und nicht-medizinischen Gebieten einzusetzen, in denen Röntgengeräte verwendet werden. "Wenn die nächste Phase unserer Arbeit erfolgreich verläuft, könnten in 10 bis 20 Jahren beinah alle Röntgengeräte durch DEI-Geräte ersetzt werden", so Dale Sayers, Physiker an der University of North Carolina at Chapel Hill. http://www.unc.edu

Gemeinsam mit Etta Pisano, Radiologie-Professorin an der dortigen School of Medicine, adaptierte er die so genannte Diffraction Enhanced Imaging (DEI)-Technik für die klinischen Anwendung. Mit dabei waren auch Wissenschaftler des Brookhaven National Laboratory's National Synchrotron Light Source, des Illinois Institute of Technology (IIT) und der European Synchrotron Radiation Facility im französischen Grenoble. "Unsere Bilder, die ersten, die mit dieser neuen DEI-Technik veröffentlich wurden, sind einfach spektakulär", so Pisano. Das Team produzierte Bilder von sieben Brustkrebs-Gewebeproben mit der herkömmlichen Röntgenmethode und der neuen DEI-Technik. In sechs der sieben Bilder waren die Tumoren wesentlich besser sichtbar und zeigten deutlich detailliertere Strukturinformation des Krebsgewebes.

DEI unterscheidet sich vom herkömmlichen Röntgen dadurch, dass in den Röntgenstrahl zwischen Untersuchungsobjekt und dem Röntgenfilm bzw. Digitaldetektor ein so genannter "Analyse-Kristall" gesetzt wird. Der Siliziumkristall streut das Röntgenlicht einer bestimmten Wellenlänge nach dem Braggschen Prinzip. Bei entsprechender Ausrichtung ergibt sich aufgrund der Streuung zusätzlich zum normalen Röntgenbild noch ein zweites, ihre Kombination sorgt für detailliertere Aufnahmen. "Wenn in der Probe ein Tumor im normalen Gewebe eingebettet ist, gibt es für gewöhnlich einen Dichte-Unterschied", erklärt Sayers. Dieser lasse sich dank der neuen Technik gut herausarbeiten.

Allerdings liege noch ein langer Weg vor dem Team, bevor ein solches Gerät in der Praxis klinisch zum Einsatz kommen kann, so Pisano. Doch sie sind sicher, einem großen Fortschritt in der Medizin immer näher zu kommen. Der Bericht erscheint in der März-Ausgabe des Fachmagazins Radiology. (wsa, EurekAlert) (Ende)
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