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pte20000303015 in Leben

NASA-Assistenzherz erfolgreich implantiert

Antrieb des neuartigen Kunstherzens wiegt nur 93 Gramm


Münster (pte015/03.03.2000/11:00)

Zehn Mal leichter als herkömmliche Systeme ist ein völlig neuartiges Kunstherz, das einem 40-jährigen Patienten am Herzzentrum der Universität Münster implantiert wurde. Entwickelt wurde das so genannte DeBakey-NASA-Assistenzherz in Houston in Zusammenarbeit mit Ingenieuren der NASA. Das OP-Team um Privatdozent Dr. Dieter Hammel von der Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie der Westfälischen Wilhelms- Universität http://thgms.uni-muenster.de/THG-Chirurgie/ wurde bei dem dreistündigen Eingriff von amerikanischen Technikern unterstützt, die dafür eigens nach Münster angereist waren.

Der aus der Weltraumtechnik stammende Antrieb des neuartigen Kunstherzens wiegt nur 93 Gramm und kann bis zu zehn Liter Blut pro Minute pumpen. Neben dem zehnfach geringeren Gewicht vereinfachen auch die kleinen Abmessungen des Systems die Implantation ganz erheblich. Darüber hinaus sind im Vergleich zu den herkömmlichen, insgesamt fast 1.000 Gramm schweren Systemen die Steuerungsklappen und die Pumpkammer weggefallen. Die Herzchirurgen in Münster hoffen, dass sich dadurch neurologische Probleme bei Kunstherz-Trägern deutlich reduzieren lassen. Denn wie Prof. Dr. Hans H. Scheld, Direktor der Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie der Universität Münster betont, können sich an den ausgedehnten Oberflächen, mit denen das Blut in den bisherigen Kunstherzen in Kontakt kommt, Blutgerinnsel bilden, was wiederum zu arteriellen Embolien und Schlaganfällen führen kann. (idw) (Ende)
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