pte20100129001 in Business

Preisdruck lähmt Effizienz von IT-Dienstleistern

Einsparungen durch Optimierung interner Geschäftsabläufe möglich


München (pte001/29.01.2010/06:00) Obwohl viele IT-Dienstleister bei der Gestaltung von Angeboten und Vertriebsabläufen gut aufgestellt sind und speziell auf Kunden zugeschnittene Branchendienstleistungen anbieten können, vergeuden diese vor allem in betriebsinternen Abläufen einzusparende Ressourcen. Zu diesem Schluss kommt eine neue Erhebung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte http://www.deloitte.de , die freie und konzerngebundene IT-Dienstleister in Deutschland und Österreich befragt hat. Der hohe Preisdruck im Markt hat bei einem Großteil der Firmen dazu geführt, dass Themen wie IT as a Service, Cloud Computing oder Virtualisierung dominieren.

Interne Prozesse zu wenig gestrafft

Das Problem für die IT-Dienstleister ist, dass sie zwar Wege gefunden haben, angesichts des steigenden Preisdrucks sowohl das Angebot als auch den Vertrieb auf Kunden abzustimmen, bei der Straffung interner Geschäftsabläufe aber scheitern. Sich ergebende Einsparpotenziale werden daher nicht genutzt. Das zeigt sich unter anderem darin, dass 60 Prozent der Firmen noch nicht begonnen haben, die Geschäftsabläufe oder -organisationen zu straffen. Der sehr wichtige Spielraum zur Steigerung eigener Wettbewerbsfähigkeit kann nicht genutzt werden.

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sehen 23 Prozent der Befragten preisbewusstes Sourcing als Haupttrend in der IT-Branche. Auf Platz zwei rangiert mit 19 Prozent IT as a Service und den dritten, vierten und fünften Platz belegen Cloud Computing, Virtualisierung und Green IT mit 16, zwölf und elf Prozent. Zwar bleibt Green IT weiterhin wichtig, dennoch haben viele Unternehmen dies in der Vergangenheit bereits mit Nachhaltigkeitsinitiativen umgesetzt. Nur 30 Prozent sind eigenen Angaben nach erst dabei, die "Green-Maßnahmen" umzusetzen.

Nutzen zusätzlicher Zertifikate hinterfragen

Vor dem Hintergrund der laut Deloitte vorherrschenden "Hyperinflation an Zertifikaten" in der Branche raten die Fachleute dazu, dass spezielle, zusätzliche Zertifizierungen aber nur in Einklang mit dem strategischen Konzept und der Ausrichtung des IT-Service-Unternehmens sinnvoll sind. Zudem sollten diese stets kritisch auf ihren Nutzen hinterfragt werden. Ein Bedeutungszuwachs besteht hingegen in den Bereichen Governance, Risk und nicht zuletzt Compliance Management (GRC). Positiv lässt sich werten, dass die Erfüllung der GRC-Kriterien von den meisten IT-Service-Unternehmen als Pflichtkriterium wahrgenommen wird.

Die Deloitte-Untersuchung "Ein Markt im Umbruch - Studie über den IT-Service-Sektor" steht unter http://www.deloitte.com/view/de_DE/de/branchen/technology-media-telecommunications/article/de4c166265076210VgnVCM100000ba42f00aRCRD.htm als PDF-Download zur Verfügung.

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