pts20070206017 Unternehmen/Wirtschaft, Auto/Verkehr

Roland Berger: 2007 ein schwieriges Jahr für Automobilzulieferer

Supplier erwarten Dieselboom außerhalb Europas, fürchten Billigautos und räumen Hybridautos wenig Chancen ein


Wien (pts017/06.02.2007/10:00) Der Druck auf die Automobilzulieferindustrie wird 2007 weiter zunehmen. Vor allem die Beziehungen zu den Autoherstellern werden sich noch verschlechtern. Denn diese geben den wachsenden Kostendruck an ihre Zulieferer weiter. Zu dem Ergebnis kommt eine Umfrage von Roland Berger Strategy Consultants und dem Informationsdienst Supplier Business, bei der mehr als 130 Topmanager aus der Zulieferindustrie befragt wurden.

"Führungskräfte in der Automobilzulieferindustrie erwarten generell ein weiteres Jahr in einem sehr schwierigen Marktumfeld. Auffallend ist jedoch, dass sich die Erwartungen je nach Region unterscheiden: Interessanterweise sind die europäischen Zulieferer optimistischer als ihre amerikanischen und japanischen Kollegen", meint Rupert Petry, Österreich-Chef und Automotive-Experte von Roland Berger. Des Weiteren zeigt sich, dass Unternehmen mit einem Jahresumsatz von unter einer Milliarde Dollar positiver in die Zukunft blicken als die umsatzstarken Global Player.

Wie erwartet zeigen sich die befragten Führungskräfte vor allem wegen des immer stärker werdenden Preisdrucks durch die Fahrzeughersteller besorgt. Hier rechnen 36 Prozent der Befragten mit einer Verschlechterung der Beziehungen, nur 19 Prozent mit einer Verbesserung. Aber auch die unsichere Entwicklung der Rohstoffpreise und der Trend zu einfacheren und billigeren Bestandteilen treiben manchem Manager die Sorgenfalten auf die Stirn. "Die größte Herausforderung für die Zulieferindustrie ist sicherlich das Aufkommen von Billigautos. Diese finden mit günstigen, technisch relativ einfachen Komponenten ihr Auslangen und drücken die Margen", meint Petry.

Deswegen erwarten drei Viertel der befragten Führungskräfte eine weitere Konsolidierung der Branche. Nicht mehr wesentlich hingegen ist die Sorge wegen zu geringer Produktionsvolumina. "Hier macht sich die gute globale Konjunkturlage bemerkbar", so der Berater. Als wichtigste Aufgabe für 2007 sehen die Befragten die Reduzierung der Overhead-Kosten und die Verlagerung des Einkaufs in Niedrigpreisländer.

Globalisierung schreitet weiter voran
Die Automobilbranche bleibt eine zentrale Triebfeder der Globalisierung. Rund vier Fünftel rechnen damit, dass die Geschwindigkeit der Globalisierung weiter zunehmen wird. Für 2007 steht Indien als Ziel an erster Stelle: Rund drei Viertel der befragten Führungskräfte wollen dort investieren. Damit liegt der Subkontinent vor China (72 Prozent) und Russland (39 Prozent). "Das hat hauptsächlich damit zu tun, dass viele Zulieferer bereits ein Standbein in China haben und nun nach Indien expandieren wollen. In Europa wird sich Russland als Zukunftsmarkt etablieren, auch die Ukraine erfreut sich wachsender Beliebtheit. Für österreichische Zulieferer steht derzeit Rumänien im Mittelpunkt", so Petry.

Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, zählt zu den weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 32 Büros in 23 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Mehr als 1.700 Mitarbeiter haben im Jahr 2005 einen Honorarumsatz von rund 550 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 130 Partnern.

Weitere Informationen:

Roland Berger Strategy Consultants
Mag. Rupert Petry
Partner
Freyung 3/2/10
1010 Wien
Tel. +43-1-536 02-301
E-Mail: rupert_petry@at.rolandberger.com

Roland Berger Strategy Consultants
Mag. Matthias Sturm
Marketing- & PR-Advisor
Freyung 3/2/10
1010 Wien
Tel. +43-1-536 02-110
E-Mail: matthias_sturm@at.rolandberger.com

(Ende)
Aussender: Temmel, Seywald & Partner Communications
Ansprechpartner: Mag. Franz Ramerstorfer
Tel.: +43-1-402 48 51 - 173
E-Mail: ramerstorfer@tsp.at
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