pte20050916021 in Forschung
WKO: Zugriff auf das volle (Daten)Programm
Neue eContent-Lösung: große Datenmengen für viele zugänglich machen
Wien/ Brüssel (pte021/16.09.2005/12:15)
Die EU bietet Unternehmen, die sich kreativ mit elektronischen Inhalten (eContent) auseinandersetzen, die Chance, Förderungen zu lukrieren. Das Programm eContentplus http://www.econtentplus.net/ läuft seit März dieses Jahres, die Möglichkeit, Projektvorschläge zu deponieren besteht bis 24. November. Österreich, Tschechien, Ungarn und die Slowakei wollen gemeinsam die Zusammenarbeit aller Beteiligten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung im Bereich eContent stärken und haben dazu die Plattform "Preparing for eContent" gegründet. In den kommenden 18 Monaten sollen im Rahmen dieser Plattform Orientation- and Matching- Days in den Hauptstädten der vier Länder veranstaltet werden. Der Auftakt findet am 6. und 7. Oktober in der Wirtschaftskammer Wien statt.Im Vordergrund der Orientation- and Matching-Days stehen dabei das Finden von Partnern und die Information über die unterschiedlichen Situationen der eContent-Märkte in den vier Ländern. Die Veranstaltung in Wien widmet sich dem Thema PSI (Public Sector Information). PSI, also die Verwertung von Information des Öffentlichen Sektors, sei eins der europaweit aktuellsten Themen im Bereich e Content und ziehe sich wie ein roter Faden durch die Aktionslinie des EU-Programms, so die WKO.
Das Programm eContentplus läuft noch bis 2008 und richtet sich speziell an geographische, pädagogische, kulturelle und wissenschaftliche Inhalte. Ziel der EU-Kommission ist es, digitalen Content leichter zugänglich zu machen, im Zentrum stehen mehrsprachige Inhalte, die mit der EU zusammenhängen. "Das Programm richtet sich an sämtliche juristische Personen. Projekte von privaten Unternehmen werden genauso eingereicht wie die von Universitäten oder anderen Institutionen", so Martin Baumgartner, Mitarbeiter des Bereichs europäische und internationale Programme der FFG (Forschungsförderungsgesellschaft http://www.ffg.at/ ), im Gespräch mit pressetext.
Es gibt drei Projekttypen, zum einen will die EU thematische Netzwerke und den Austausch unter Keyplayern fördern. "Ein Beispiel dafür wäre etwa ein Projekt, bei dem sämtliche Städte an der Donau ihre Wasserdaten vernetzen", erklärt Baumgartner. Der zweite Typ sind gezielte Projekte, bei denen zum Beispiel Ministerien oder andere Institutionen ihre Daten öffentlich zugänglich machen sollen. Der dritte Schwerpunkt sind Projekte, bei denen bestehendes Datenmaterial mit semantischen Metadaten aufbereitet wird. Insgesamt sind 149 Mio. Euro als Förderungen vorgesehen. "Im Rahmen der ersten Ausschreibung, die gerade läuft, und im nächsten Jahr werden jeweils 26,6 Mio. Euro vergeben. Zwei Drittel des Budgets werden erst 2007 und 2008 vergeben. Wenn man bedenkt, dass das Förderungsprogramm in der ganzen EU läuft, ist dieser Betrag nicht sehr viel", meint Baumgartner abschließend gegenüber pressetext. (Ende)
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