Übernahmekampf um Energie AG OÖ beginnt
EnergieAllianz und Verbund legen Angebot für 25 Prozent an EAG vor
Wien/Linz (pte048/11.10.2000/15:26) Die Unternehmen der EnergieAllianz (ESG, EVN http://www.evn.at und Wiener Stadtwerke) sowie der Verbund http://www.verbund.at haben heute, Mittwoch, der Einladung des Landes Oberösterreich Folge geleistet und ein verpflichtendes Anbot für den Erwerb von 25 Prozent plus einer Stimme an der Energie AG Oberösterreich http://www.energieag.at gelegt. Die Energie Allianz bietet neben einem Barkaufpreis in Höhe von etwas über sechs Mrd. Schilling der EAG die Übernahme von jeweils 15 Prozent an den gemeinsamen Gesellschaften e&s (Vertrieb), e&t (Handel) und e&i (Informationstechnologie) an. Der Verbund wollte keine finanziellen Details des Angebots bekannt geben.
Der oberösterreichische Landtag hatte die Landesregierung aufgefordert, Verhandlungen über "Veräußerung eines Anteils von 25 Prozent plus einer Aktie des Grundkapitals der Energie AG an einen inländischen strategischen Partner im Rahmen einer österreichisch-oberösterreichische Stromlösung" bei Prüfung "gegenseitiger gesellschaftsrechtlicher Verschränkungen" zu führen. Die Frist der Angebotslegung endete am heutigen Mittwoch.
"Mit diesem fairen und attraktiven Angebot hoffen wir den Vorstellungen des Landes Oberösterreich gerecht zu werden", so ESG -Generaldirektor Max Stockinger (Bild Mitte). "Mit der Annahme des Anbotes würde nicht nur ein wichtiger Schritt zur weiteren Konsolidierung der österreichischen Stromwirtschaft erfolgen, sondern auch das Fundament für eine möglichst breite österreichische Lösung gelegt", sagte Karl Skyba (links), Generaldirektor der Wiener Stadtwerke. Ziel sei es, in Zukunft gemeinsam über die e&x-Gesellschaften am liberalisierten Energiemarkt operativ tätig zu sein, meinte Rudolf Gruber (rechts), Generaldirektor der EVN.
Der Verbund wollte auf Anfrage von pressetext.austria das Angebot nicht näher kommentieren. "Es geht bei der Sache um weit mehr als um Zahlen", hieß es bei dem Stromkonzern. Die Wettbewerbssituation um den Einstieg in die EAG verhindere die Bekanntgabe näherer Details des Angebotes. Der Verbund werde sein Angebot allein und nicht gemeinsam mit einem Partner legen. Es würden aber auch andere Partner aus der österreichischen Elektrizitätswirtschaft zum Einstieg eingeladen. Der dritte Partner des Energie Austria-Projektes, die EStAG, kann über Kooperationen und Betriebsführungen eingebunden werden.
Wie bereits im Konzept für die Energie Austria vorgesehen, soll die Kompetenz für Marketing und Vertrieb bei der Energie AG OÖ liegen. Die Produktionskapazitäten der beiden Unternehmen wolle man in einer gemeinsamen Gesellschaft bündeln. "Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, daß am Ende der Reise Österreich über einen, auch nach internationalen Maßstäben wettbewerbsstarken Stromkonzern verfügt, der im europäischen Konzert der Energieriesen eine ernst zu nehmende Rolle spielt", so Hans Haider, Sprecher des Verbund-Vorstandes.
(Ende)| Aussender: | pressetext.austria |
| Ansprechpartner: | Oliver Scheiber |
| Tel.: | 01/81140-314 |
| E-Mail: | scheiber@pressetext.at |
| Website: | pressetext.at |

