ADEG Markenartikelforum 1999
"Halbzeit" für das ADEG Szenario 2004: ADEG liegt voll im Plan und nimmt Kurs auf maximale Wettbewerbsfähigkeit
Wien (pts004/16.09.1999/08:00) Um die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der ADEG-Gruppe langfristig zu sichern, entwickelte die ADEG ein ehrgeiziges 10-Jahres-Programm, welches im Herbst 1994 Vertretern der heimischen Markenartikelindustrie präsentiert wurde. Unter dem Motto "Halbzeit" zieht der ADEG-Vorstand am 15. September 1999 auf Schloss Laxenbug eine erste Zwischenbilanz und gibt zugleich einen Ausblick darauf, was man sich von der Handelsgruppe in den nächsten Jahren erwarten darf.
Auf den Punkt gebracht, liegt die ADEG heute voll im Plan. Während sich seit 1994 einige Mitbewerber von der Handelsszene unfreiwillig verabschieden mußten, konnte die ADEG deutlich an Schlagkraft zulegen. Diesem Erfolg lag das Projekt "Quantensprung" zu Grunde. Seit der Kooperation mit EDEKA stehen die Zeichen unmißverständlich auf Expansion und Wachstum. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die ADEG Gruppe mit 1.159 Einzelhandels-betrieben sowie 23 AGM-Gastronomie-Märkten ihren Außenumsatz um 100 Millionen auf 21,61 Milliarden Schilling steigern können. Die aktuellen Umsatzstatistiken 1999 zeigen ebenfalls nach oben.
Noch im Jahr 1994 wurde ADEG intern sehr intensiv über die Visionen, das ADEG Leitbild und die strategischen Optionen diskutiert und letztlich auch beschlossen. Die ADEG hat neben den EU-bedingten Veränderungen im sich stetig verschärfenden Wettbewerb ihre Chancen zur Erhöhung der Schlagkraft genutzt: Unter dem Arbeitstitel "Quantensprung I" erfolgte im Jahr 1995 der Startschuss zur Umstrukturierung. Aus Sicht des Großhandels wurde der Einkauf zentral in Wien gebündelt. Damit wurden auf der Beschaffungs-, Marketing- und Logistikebene die Voraussetzungen geschaffen, um der Verkaufsebene, also im klassischen Einzelhandel, Ertragssicherung trotz EU-Preissenkung zu ermöglichen. Leistungswille, Kooperationsbereitschaft und Erfolgsstreben wurden und werden mit dem ADEG Erfolgsbonus belohnt.
Ende März 1996 fiel der Startschuss zur Umsetzung des "Quantensprungs II". Dabei wurden die damals 21 Cash & Carry-Märkte der ADEG Gruppe mit einem Schlag auf eine neue Wortbildmarke und ein neues Einkaufs- und Servicekonzept umgestellt. Bereits 1997 wurde AGM zu einer der bekanntesten Marken in der Branche. AGM hat seither österreichweit nicht nur einen einheitlichen Marktauftritt, sondern trägt auch zur Stärkung der gesamten ADEG Gruppe bei.
Mit dem Quantensprung III, der seit 1998 läuft, lassen sich sämtliche Aktivitäten unter dem Begriff "Verwaltung" zusammenfassen. Gemeint sind damit nicht nur die EDV-mäßige Vorbereitung auf das Jahr 2000 und alle Aktivitäten, die dazu beitragen sollen, die ADEG eurofit zu machen. Die Millenniums- und die Eurohürde wurden dazu verwendet, um der ADEG ein
hochmodernes Innenleben zu verpassen, die EDV auf den letzten Stand der Technik zu bringen und die Verwaltungsabläufe zukunftsorientiert zu gestalten.
Nach eingehender Beratung und Gesprächen mit einer Reihe von potentiellen Kandidaten hat die ADEG 1998 ihren Partner gefunden. Die Deutsche EDEKA ist eine Unternehmensgruppe, die der ADEG in einer Vielzahl von Bereichen sehr ähnlich ist und über eine fast deckungsgleiche Unternehmensphilosophie verfügt.
"Vor dem Hintergrund der verschwimmenden Grenzen und der rasanten Europäisierung bzw. Globalisierung geht es uns", so Mag. Wichtl, "um die Beibehaltung unserer eigenen Identität. Wir sind und bleiben ein österreichisches Unternehmen. Es geht weiters um die Optimierung der Einkaufssituation und beim Thema Internationalisierung geht es auch um den wechselseitigen Austausch von Branchenerfahrungen und Detailkenntnissen. Letztlich geht es aber auch um eine Verbesserung der Eigenkapitalstruktur der ADEG AG, mit dem Ziel zu expandieren und an Marktbedeutung deutlich zuzulegen - im Supermarktbereich, bei AGM, aber auch, und das ist uns wichtig, auf dem Großflächensektor, also bei Verbrauchermärkten".
Die Beteiligung der EDEKA an der ADEG lief ohne Komplikationen ab. EDEKA Chiemgau und EDEKA Südbayern sind seit 18.11.1999 zu je 25% an der ADEG Österreich Handels AG beteiligt. Das Eigenkapital der ADEG AG hat sich dadurch verdoppelt. Die Stärkung von Grund- bzw. Eigenkapital stellt die Basis für künftige Expansionsschritte dar.
Die EDEKA Kooperationsgesellschaft Süd, die südliche Teilgliederung der EDEKA Gruppe, umfaßt die Bundesländer Bayern, Sachsen und Thüringen. Neben EDEKA Chiemgau, EDEKA Südbayern, EDEKA Nordbayern, EDEKA Marktredwitz sowie den Firmen Feneberg und Kupsch ist nunmehr auch die ADEG AG mit Jahresbeginn 1999 an der Kooperationsgesellschaft Süd mit 16% beteiligt. Ziel ist es, die Einkaufskonditionen zu optimieren und damit die Wettbewerbsfähigkeit am heiß umkämpften österreichischen Markt abzusichern.
Dkfm. Otto Schmidbauer, Vorsitzender des Vorstandes der EDEKA Chiemgau e.G. Torstberg: "Wir sind mit der ADEG nicht nur den guten, sondern auch den richtigen Weg gegangen und versprechen uns aus der Zusammenarbeit mit ADEG eine Festigung der Marktanteile und weiterhin einen regen Know-how-Austausch, eine Zusammenarbeit von Nachbar zu Nachbar über die Grenzen. Und dabei sind wir beide Gewinner".
ADEG partizipiert am europäischen Beschaffungsmarkt
Die Kooperationsgesellschaft Süd beschäftigt sich ausschließlich mit dem gemeinsamen Warengeschäft. ADEG Vorstandsdirektor Dr. Richard Liener ist Geschäftsführer mit gleichen Rechten und Pflichten wie die Geschäftsführer der EDEKA. Alle im Rahmen dieser Gesellschaft vereinbarten Preise und Konditionen gelten auch für die ADEG. ADEG partizipiert am gemeinsamen europäischen Beschaffungsmarkt und hat damit noch bessere Voraussetzungen, um in Österreich wettbewerbsfähig zu sein. Internationale Trends und Know-how können durch diese Zusammenarbeit sehr schnell übernommen werden. "An unserer grundsätzlichen, eigenständigen Sortimentspolitik wird sich deswegen nichts Wesentliches ändern. Abgestimmt auf die Österreichische Nachfrage werden die starken nationalen und internationalen Marken auch weiterhin die Basis unserer Sortimentsgestaltung bilden. Dem zunehmenden Diskont-Trend tragen wir mit unserem Dauer-Tiefpreis-Programm in der Preis-Einstiegslage Rechnung", so Dr. Liener.
Dass die ADEG trotzdem ein typisch österreichisches Handelsunternehmen mit einem österreichischen Sortiment bleibt, das auf eine ganz persönliche Partnerschaft mit der heimischen Markenartikelindustrie baut, unterstreicht die aktuelle Werbelinie "ADEG ist Heimat".
Die Einkaufsabteilungen von ADEG und EDEKA arbeiten mittlerweile sehr eng und effektiv zusammen. Im Rahmen der gemeinsamen Jahresgespräche präsentieren sich ADEG und EDEKA insbesondere gegenüber internationalen Lieferanten als gewichtige Verhandlungs-partner. Der tägliche Daten- und Informationsaustausch erfolgt über on-line-Verbindungen zwischen den Einkaufsabteilungen von ADEG und EDEKA. Neben dem Einkauf konnte die Zusammenarbeit mit der EDEKA in den Bereichen EDV, Logistik und Fortbildung intensiviert werden.
Das ADEG Szenario 2004
Im Jahr 2000 werden alle Einzelhandels-Vertriebsschienen unter dem Dach "ADEG" zum Endverbraucher hin auftreten. Das ermöglicht eine Zusammenführung der Werbung in TV, Hörfunk und Printmedien. Im AGM-Bereich werden ab Oktober 1999 die individuelle Kundenansprache verstärkt und mittels Kundenbindungsprogramm die Marktführerschaft in Zukunft noch weiter ausgebaut werden.
Erklärtes Ziel der ADEG ist es, bis 2004 über 8 Großflächen, 70 Contra-Märkte, 500 aktiv-Märkte, 200 ADEG Nahversorger, 200 individuell gekennzeichnete Geschäfte und 32 AGM-Standorte zu verfügen. Heute hält die ADEG bei 7 Großflächen, 60 Contra-Märkten, 300 aktiv-Märkten, 370 ADEG Nahversorgern, 373 individuell gekennzeichnete Geschäfte und 26 AGM-Standorte.
Mag. Erwin Wichtl abschließend: "Die neue ADEG präsentiert sich in Zukunft noch pointierter, noch aggressiver, noch expansiver, noch schlagkräftiger, noch wendiger und noch selbstbewußter."
(Ende)| Aussender: | ADEG Österreich Handelsaktiengesellschaft |
| Ansprechpartner: | Mag. Erwin Wichtl, Tel. 01/81146-0 |
| Website: | www.adeg.at |

