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pts20050609034 Produkte/Innovationen, Unternehmen/Wirtschaft

Münze Österreich: Präsentation der Bilanz 2004


Wien (pts034/09.06.2005/12:14) - "Zufrieden mit dem Ergebnis 2004", zeigte sich die Geschäftsleitung der Münze Österreich im Rahmen ihrer Bilanzpressekonferenz. Die Vorstandsdirektoren Dietmar Spranz und DI Kurt Meyer präsentierten das Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres. Die Münze Österreich AG erzielte einen Nettoumsatz von 180,8 Mio EUR (2003: 217,3 Mio EUR) und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 15,3 Mio EUR (2003: 34,5 Mio EUR).

Gemeinsam mit den voll konsolidierten Tochtergesellschaften Hans W. Hercher Münzen GmbH (Deutschland), der Schoeller Münzhandel GmbH (Wien) und der Münze Österreich Shop GmbH wurde ein Konzernumsatz von 228,5 Mio EUR (2003: 276,6 Mio EUR) erwirtschaftet. "51 % davon wurden im Ausland erzielt, 2003 waren es noch 43,8 %", berichtet Münze Österreich-Generaldirektor Dietmar Spranz.

Trotz eines Rückgangs des Jahresüberschusses der Aktiengesellschaft von 34,3 auf 15,2 Mio EUR konnte unter teilweiser Heranziehung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr (8,6 Mio EUR) die Ausschüttung einer Dividende in gegenüber dem Vorjahr unveränderter Höhe erfolgen. An die Muttergesellschaft, die Oesterreichische Nationalbank, wird eine Dividende von 18 Mio EUR ausgeschüttet.

Euro und Cent für die Geldbörse
Cent- und Euro-Münzen für den Umlauf sorgten im Jahr 2004 für eine gute Auslastung in der Münzfertigung. Die Menge in Stück lag mit rund 429 Mio über jener aus 2003 (342 Mio Münzen). Der weitaus größte Teil der von der Oesterreichischen Nationalbank beauftragten Münzen entfiel dabei allerdings auf die drei niedrigsten Münzwerte 1 bis 5 Cent, während der Bedarf an Münzen mit höheren Werten weit geringer ausfiel. Im Nennwert ausgedrückt wurden somit mit 29,4 Mio EUR um rund 14 Mio EUR weniger Umlaufmünzen an die Oesterreichische Nationalbank ausgeliefert als 2003 (43,1 Mio EUR).

Da Schilling- und Groschenmünzen von der Oesterreichischen Nationalbank so wie von der Münze Österreich zeitlich unbefristet gegen Euro getauscht werden, bleibt der Schilling- und Groschenrücklauf auch künftig relevant. Der Rücklauf setzte sich auf sehr niedrigem Niveau fort. Das führte dazu, dass das für die logistische Abwicklung der Euro-Umstellung eingerichtete Münzlogistik-Zentrum in der zweiten Jahreshälfte 2004 geschlossen werden konnte.

Euro zum Sammeln
Auch im Jahr 2004 waren die Sammlerausgaben der Münze Österreich gefragt. Der Umsatz im Geschäftsfeld Sammlermünzen lag mit 27,8 Mio EUR nahezu gleichauf mit dem Wert des Vorjahres (27,6 Mio EUR). Für internationales Aufsehen sorgte erneut die Bimetall-Münze mit buntem Niob. Zu erwähnen ist an dieser Stelle auch die erfolgreiche Beteiligung an einer neuen gemeinsamen europäischen Münzserie.

"Wiener Philharmoniker" und Goldbarren
Auch im Jahr 2004 hielt sich der internationale Goldkurs stabil auf einem eher hohen Niveau. Der Preis für die Feinunze stieg zu Jahresende 2004 auf 440 US$. Gold bietet Anlegern nach wie vor eine sichere, langfristig wertstabile Alternative. Parallel dazu legte 2004 der Euro gegenüber dem US$ weiter zu. Das führte wie schon in den Jahren zuvor dazu, dass die in Euro rechnenden Anleger den Kursanstieg des Edelmetalls kaum zu spüren bekamen. Doch selbst in Euro bewertet notierte Anlagegold über seinem langfristigen Durchschnittswert.

Im Jahr 2004 feierte die Münze Österreich das 15. Jahr ihres "Wiener Philharmonikers" mit einer Eintragung ins "Guinness Buch der Rekorde". Dazu fertigte sie 15 "Rekord-Philharmoniker" aus 1000 Unzen (über 31 kg) purem Gold und mit einem Durchmesser von 37 cm. Die Verkäufe der "Goldanlagemünze Europas" lagen in ihrem Jubiläumsjahr mit 208.161 Unzen nahezu gleichauf mit den Verkäufen im Jahr zuvor (207.775 Unzen). Der Gesamtumsatz lag mit 70,8 Mio EUR leicht über jenem des Vorjahres (68,7 Mio EUR). Wieder war der japanische Markt der bedeutendste Abnehmer (43%), gefolgt von Europa (31%) und Nordamerika (26%). Am Weltmarkt war der "Wiener Philharmoniker" an zweiter Position, in Japan wie auch in Europa war er erneut Marktführer.

Nach einem umsatzstarken Jahr 2003 war im Berichtsjahr bei den Goldbarren der Münze Österreich, die in Einheiten von 1 bis 1000 Gramm ausschließlich in Österreich angeboten werden, ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Nach 196.870 Unzen im Jahr 2003 waren es im Jahr 2004 lediglich 85.798 Unzen, der Umsatz sank gegenüber 63,9 Mio EUR im Vorjahr auf 28,3 Mio EUR im Berichtsjahr.

Business to Business
In diesem Geschäftsfeld, das hauptsächlich Geschäftsbeziehungen mit ausländischen Münzstätten und Notenbanken zum Gegenstand hat, konnte der Umsatz erheblich ausgebaut werden. Er stieg um fast 70% von 7,6 Mio EUR auf 12,9 Mio EUR. Neben der Lieferung von Ronden - von noch nicht geprägten Münzplättchen - aus Silber und Gold sowie Prägewerkzeugen bietet die Münze Österreich seit mehreren Jahren als Dienstleistung die Aufbereitung von Münzmetallen an. Dabei handelt es sich um Produktionsausschüsse und um Restmengen insbesondere von Edelmetallen, seit 2004 aber auch um demonetarisierte Umlaufmünzen aus unedlen Metallen. "Somit ist die Münze Österreich auch im Metallrecycling konkurrenzfähig. Dieser neue Aufgabenbereich konnte 2004 bereits einen erheblichen Umsatzbeitrag leisten", berichtet Generaldirektor-Stellvertreter DI Kurt Meyer.

Investitionen, Forschung und Entwicklung
Im Oktober 2004 fand der 2002 begonnene Umbau am Gebäude der Münze Österreich seinen Abschluss. Die gesamten Investitionskosten beliefen sich auf 12 Mio EUR. Betroffen war eine Fläche von etwa 10.000m^2, fast 700 Tonnen Maschinen wurden während der Umbauphase bewegt. Durch die Zusammenlegung von Fertigungsabteilungen, den Produktionsprozessen und -abläufen folgend, wurden Kostenreduktionen erreicht.

Im Bereich Forschung und Entwicklung gibt es Initiativen, die sich weiterer innovativer Münzgestaltungen - wie der Silber-Niob-Münzen - widmen. Verschiedene Projekte beziehen sich auf Verbesserungen bei der Ver- und Bearbeitung von Edelmetallronden sowie auf neue Technologien in der Oberflächenbehandlung von Sammlermünzen.

Der Ausblick auf das Jahr 2005
Im laufenden Jahr sind bei den Umlaufmünzen hohe Stückzahlen bei den niedrigen Nennwerten, aber auch Steigerungen bei den höheren Werten absehbar.

Der Goldkurs bleibt auf hohem Niveau und Anlagegold in Euro bewertet am Heimatmarkt wertstabil. Die ersten Monate des Jahres zeigen beim "Wiener Philharmoniker" etwa gleich hohe Verkäufe wie im Vorjahr. Erfreulich sind heuer die Entwicklungen nicht nur in Übersee, sondern auch in Europa.

Im Bereich der Halbfabrikate und dem Recycling von Metallen wird auch im Jahr 2005 die Zusammenarbeit mit der Oesterreichischen Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH (OeBS) intensiviert, um Synergien zu nutzen und die Konkurrenzfähigkeit beider Firmen zu stärken.

Was das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für das laufende Geschäftsjahr 2005 anbelangt, erwartet der Vorstand eine weitere Verbesserung auf rund 20 Mio EUR.

(Ende)
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