pts19991001010 in Business
Mit Rapid Train lernen Lokführer schneller
Tiroler Software automatisiert Erstellung graphischer Bodendatenbanken
Innsbruck (pte) (pts010/01.10.1999/11:00)
Eine technische Lösung, die die Erstellung von graphischen Bodendatenbanken weitestgehend automatisiert, erarbeitet das junge Innsbrucker Softwareunternehmen S & P Simulationstechnik & Projektmanagement. http://www.sup.at S & P Rapid Train, so der Name des Programms, wird bei Ausbildungssimulatoren im Bahnbereich zum Einsatz kommen und soll die Einschulung von Lokführern auf neuen Strecken wesentlich beschleunigen und billiger machen. Das System soll nächstes Jahr marktreif sein.S & P wurde im Vorjahr im Technologiezentrum Tirol gegründet. In dem Unternehmen arbeitet ein junges Spezialistenteam, das sich auf die Programmierung und Implementierung visueller Systeme für Ausbildungssimulatoren im Triebfahrzeugs-, Luftfahrt- und Straßenverkehrssektor spezialisiert hat. "Unsere Philosophie dabei ist", so Marketingleiter Christian Wiesmayr, "nicht nur das gesamte S & P Visual System anzubieten, sondern auch sämtliche Teilkomponenten individuell zu konzeptionieren und zu erstellen."
Mit dem Projekt Rapid Train, dessen Entwicklung vom Forschungsförderungsfonds gefördert wird, legt die Innsbrucker Softwareschmiede einen Grundstein für Ausbildungssimulatoren. "Denn jeder Ausbildungssimulator", erklärt Wiesmayr, "besteht aus drei Hauptkomponenten: einem Gehäuse mit dem physikalischen Modell, einem Bewegungssystem und dem Sichtsystem, das die 3D-Landschaftsdarstellung ermöglicht." Die Landschaftserstellung erfolgt durch das Generieren grafischer Datenbanken, was aber wegen der fehlenden Automatisierung sehr arbeitsintensiv und daher teuer ist.
Denn bisher wurden die Daten der Streckenpläne manuell eingegeben. Rapid Train soll dagegen den Automatisierungsgrad in der Erstellung von Bodendatenbanken erhöhen: Die betreffende Strecke wird ein Mal abgefahren und mit Video aufgezeichnet. Die Positionen der einzelnen Punkte werden mittels GPS bestimmt. Das aus Videoaufzeichnung und GPS entstandene Ergebnis kann nun in die Datenbanken eingebunden werden. Derart generierte "Bodendatenbanken" kommen in der Triebfahrzeug- und der Automobilsimulation zum Einsatz.
Die Tiroler Entwickler erwarten sich, dass Rapid Train die Kosten für das Erstellen grafischer Bodendatenbanken um mindestens ein Drittel reduziert. S & P hofft vor allem auf Aufträge aus dem Bereich der Eisenbahnverwaltungen. Wiesmayr: "Aus Gesprächen mit den ÖBB wissen wir, dass für Eisenbahnverwaltungen insbesondere die Visualisierung von Neubaustrecken von großem Interesse ist."
Denn gerade bei der Einschulung für Neubaustrecken soll sich S & P Rapid Train bewähren. Bevor ein Lokführer eine Strecke befahren darf, muss er diese vier Mal pro Richtung im Rahmen einer Schulungsfahrt gefahren sein. Bei Neubaustrecken erfolgte die Einschulung der Lokführer bisher eher umständlich: Die Bauarbeiten auf der entsprechenden Strecke mussten unterbrochen werden und anschließend fuhren die Lokführer per Bus über den projektierten Gleiskörper. Abgesehen von den Kosten für die Unterbrechung der Bauarbeiten wird dabei auch erhebliche Zeit vergeudet. Durch den Einsatz von S & P Rapid Train können die Lokführer neue Strecken nunmehr am Computer kennen lernen und ausgiebig testen.
Das Unternehmen:
S & P Simulationstechnik & Projektmanagement
Eduard Bodemgasse 5 - 7, 6020 Innsbruck
Tel.: 0512 / 390415
Ansprechpartner: Mag. Christian Wiesmayr
Mitarbeiter: 5
Umsatz 1998: ca. ATS 1,1 Millionen (Ende)
| Aussender: | ITTI: Informationstransfer für neue Technologien und Innovationen |
| Ansprechpartner: | Georg Panovsky |
| Tel.: | 01-4061522-46 |
| E-Mail: | panovsky@pressetext.at |
| Website: | www.fff.co.at/ |
