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pte20000506011 in Forschung

Mit Random Walk geomagnetisch präzise messen

Neues Messverfahren spart Zeit und Geld


Bochum/Essen (pte011/06.05.2000/11:30)

Das Institut für Geophysik der Ruhr Universität Bochum http://www.angewandte-geophysik.ruhr-uni-bochum.de/ hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Montan Technologie GmbH (DMT) in Essen http://www.dmt.de/ ein neues Messverfahren entwickelt, das geophysikalische Untersuchungen losgelöst von einem starren Messraster, also im Random Walk, ermöglicht und durch eine Online-Auswertung der Daten die sofortige Interpretation der Ergebnisse liefert.

Mit geophysikalischen Messverfahren lassen sich zerstörungsfrei detaillierte Informationen über eine unbekannte Untergrundstruktur ableiten. Ein großes Einsatzgebiet für magnetische und elektromagnetische Verfahren ist das Auffinden und Abgrenzen versteckter Altlasten, wie z.B. Fässern oder Bomben im Boden, die Baugrunderkundung sowie die Detektion von verschütteten Schächten und Deponien.

Die Wissenschaftler haben Verfahren, Algorithmen und Software für ein völlig neues Messkonzept entwickelt, das Messungen losgelöst von einem regelmäßigen Raster erlaubt. Durch Einbeziehen des modernen satellitengestützten Navigationssystems GPS mit einer Genauigkeit von einigen Zentimetern erfolgt die geodätische Messung gleichzeitig mit der geophysikalischen Messung, was eine Loslösung von dem festen Raster ermöglicht. Der zeitliche und finanzielle Aufwand, der mit der geodätischen Einmessung verbunden ist, entfällt, und Hindernisse wie Bäume können problemlos umgangen werden.

Die Messdaten werden über Funkstrecken in einen Computer übertragen, wo diese in Echtzeit auf einem Bildschirm dargestellt werden. Der Leiter der Messung kann daher sofort entscheiden, in welchen Bereichen des Messgebietes weitere Daten aufgenommen werden müssen. Somit werden die Messwerte ausschließlich an solchen Stellen verdichtet, an denen Anomalien vermutet werden. Hierdurch ergibt sich gegenüber traditionellen Untersuchungsmethoden eine weitere Zeit- und Kostenersparnis, da gleiche Ergebnisse mit weniger Messaufwand erzielt werden können. Informationen: Prof. Dr. Lothar Dresen, Universität Bochum, Email: dresen@angewandte-geophysik.ruhr-uni-bochum.de und Bernd Hildebrandt, Deutsche Montan Technologie GmbH, Essen, Email:hildebrandt@dmt.de (stpnews) (Ende)
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