pte20090825012 in Business
Medien heute so grausam wie vor 2.000 Jahren
Historiker über Formen und Diskussion von Gräueldarstellungen
München (pte012/25.08.2009/11:00)
Wie grausam Medien Gewaltszenen darstellen und wie man darüber diskutiert hat sich seit dem Altertum nicht verändert. Zu diesem Schluss kommt der Historiker Martin Zimmermann von der Universität München http://www.ag.geschichte.uni-muenchen.de in einem kürzlich erschienenen Sammelband. "Die Diskussionen, ob man extreme Formen der Gewalt wie etwa die Folter bei Hinrichtungsopfern thematisieren soll oder nicht, ziehen sich durch die gesamte Geschichte des Abendlandes. So wie man bereits in Griechenland oder Rom darüber diskutierte, ist die Frage auch heute noch aktuell und wird in Zukunft immer bestehen bleiben", so der Autor gegenüber pressetext. Gegenüber der Darstellung extremer Gewalt sei generell Skepsis angebracht, da dabei in erster Linie Emotionen angesprochen statt Informationen vermittelt werden.
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