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pts20220624008 Politik/Recht, Forschung/Entwicklung

Massnahmen des Masterplans 2022 - 2026 zur Stärkung der biomedizinischen Forschung und Technologie

Verpasste Chance


Basel (pts008/24.06.2022/10:00) -

Der Bundesrat hat seinen Massnahmenkatalog des Masterplans 2022 - 2026 zur Stärkung der biomedizinischen Forschung und Technologie in der Schweiz vorgestellt. Interpharma ist erleichtert, dass der Bundesrat den Handlungsbedarf im internationalen Standortwettbewerb erkannt hat. Gleichzeitig sind wir aber enttäuscht, dass es die Schweiz nicht geschafft hat, eine umfassendere Strategie zu entwickeln. Vielmehr besteht ein Flickenteppich an Berichten und Massnahmen, ohne eine einheitliche Vision zu entwickeln. Interpharma fordert deshalb eine übergeordnete Strategie zur Stärkung des Forschungs- und Innovationsstandortes Schweiz zum Wohle der Schweizer Bevölkerung. Diese muss eine Gesamtsicht aller Initiativen und Vorstösse geben und mit einer Vision und klaren Ambitionen für einen zukunftsfähigen Forschungs- und Innovationsstandort Schweiz vereinen.

Interpharma begrüsst grundsätzlich die Weiterführung des Masterplans zur Stärkung der biomedizinischen Forschung und Technologie. Die Corona-Pandemie hat die Wichtigkeit einer krisenresistenten, forschungsorientierten und produzierenden Pharmabranche im Land zu haben, eindrücklich aufgezeigt. Dessen ist sich aber nicht nur die Schweiz bewusst: Das internationale Ringen um die Pharmaforschung und -produktion hat sich in der Krise verstärkt und der internationale Standortwettbewerb wird sich in Zukunft weiter verschärfen. Länder wie Dänemark oder das Vereinigte Königreich haben bereits umfassende Strategien entwickelt, um ihre Rahmenbedingungen zu verbessern und ihre Attraktivität für Pharmaunternehmen zu steigern.

Der Bundesrat hat bereits im Jahr 2018 beschlossen, den Masterplan zur Stärkung des biotechnologischen Standortes bis 2025 zu verlängern. Der Masterplan deckt mit den Themen "Klinische Forschung", "Arzneimittel für neuartige Therapien" und der "Digitalisierung" zwar drei wichtige Schwerpunkte für einen wettbewerbsfähigen Innovationsplatz ab. Die Chance, eine umfassende Strategie zu entwickeln, wurde aber verpasst. Der Masterplan präsentiert nur lose Teilschritte. Die Massnahmen sind zu wenig ambitioniert, zu wenig konkret und eine klare und einheitliche Strategie ist nicht ersichtlich.

René Buholzer, Geschäftsführer von Interpharma erklärt: "Heute ist die Schweiz einer der wichtigsten Forschungs- und Innovationsstandorte weltweit. Der internationale Standortwettbewerb hat sich im Zuge der Coronapandemie aber weiter verschärft und die Schweiz droht den Anschluss an führende Forschungs- und Wirtschaftsstandorte zu verlieren. Interpharma fordert deshalb eine übergeordnete Strategie zur Stärkung des Forschungs- und Innovationsstandortes Schweiz zum Wohle der Schweizer Bevölkerung."

Vorgeschlagene Massnahmen genügen nicht

Der Bereich "klinische Forschung" deckt zwar viele wichtige Themen ab. Die vorgestellten Massnahmen sind aber nur vage formuliert und angesichts der internationalen Entwicklung zu wenig ambitioniert. Der Rückgang der klinischen Versuche in der Schweiz in den letzten Jahren zeigt, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Um den Forschungsplatz Schweiz zu stärken, braucht es zwingend eine beschleunigte Bewilligung von klinischen Studien für Produkte mit hohem medizinischem Bedarf.

Die Massnahmen im Bereich "Arzneimittel für neuartige Therapien" genügen den Ansprüchen eines Masterplans nicht. Sie zielen auf eine reine Kostenreduktion ab und stärken in keiner Weise den biotechnologischen Forschungsplatz. Statt auf die Kosten, sollten die Massnahmen auf Patientinnen und Patienten und ihren Zugang zu neuen innovativen Therapien und Medikamenten fokussieren. Hierzu hat Interpharma bereits im Mai mit dem rückvergüteten Innovationszugang eine Lösung präsentiert.

Mit der "Digitalisierung" nimmt der Masterplan eines der wichtigsten Themen auf. Die Forschung wird in Zukunft dort stattfinden, wo die Digitalisierung den Einsatz neuer Technologien ermöglicht. Die Schweiz ist aber schon heute im internationalen Standortwettbewerb abgehängt. Trotz dieser enormen Dringlichkeit konnte der Bundesrat bisher keine umfassende Strategie zum Aufbau eines Gesundheitsdatenökosystems vorlegen, obwohl gute Ansätze im Bericht auf das Postulat 15.4225 "Bessere Nutzung von Gesundheitsdaten für eine qualitativ hochstehende und effiziente Gesundheitsversorgung" sowie dem Richtungsentscheid des Bundesrats zum EPD erkennbar sind. Mit der Roadmap "Digitales Gesundheitsdatenökosystem" zeigte Interpharma auf, was es zu einer faktenbasierten und konstruktiven Diskussion rund um das Thema Digitalisierung des Gesundheitswesens braucht. Dazu gehört ein einheitlicher rechtlicher Rahmen, der über ein international anschlussfähiges Gesundheitsdatengesetz hergestellt werden könnte.

Pharmastrategie 2030 bietet Antworten

Mit der Pharmastrategie "Pharmastandort 2030" hat Interpharma wiederholt gezeigt, in welchen Bereichen es dringend Verbesserungen bei den Rahmenbedingungen braucht, damit die Schweiz auch in Zukunft einer der bedeutendsten Pharmastandorte der Welt bleibt. Der Bundesrat hätte noch dieses Jahr die Gelegenheit, in Umsetzung des Postulats Schmid 20.3752 weitere Antworten und Massnahmen vorzustellen, wie der Pharma- und Biotech-, Forschungs- und Unternehmensstandort Schweiz gesichert und gestärkt werden kann.

(Ende)
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