Lungenkrebs wird künftig per Bluttest diagnostiziert
Israelisches Forscherteam entwickelt Verfahren, für das keine DNA-Sequenzierung mehr nötig ist
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Lichtpunkte liefern die Krebsdiagnose (Bild: Universität Tel Aviv)
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Tel Aviv/Netanja/Haifa/Tel Hashomer (pte002/12.08.2026/06:05)
Mit einem einfachen, automatisch ablaufenden Bluttest lässt sich in Zukunft Lungenkrebs diagnostizieren. Das Verfahren haben Forscher der Universität Tel Aviv
mit Forschern von JaxBio Technologies, dem Bnai-Zion-Medizinzentrum sowie dem Sheba-Medizinzentrum entwickelt. Das Verfahren identifiziert einen chemischen Fingerabdruck von Krebszellen im Blut und die Genauigkeit liegt bei über 90 Prozent.
Häufigste krebsbedingte Todesursache
Lungenkrebs ist weltweit die häufigste krebsbedingte Todesursache. Derzeit stützt sich die Frühdiagnose in erster Linie auf Untersuchungen im Computertomographen (CT), doch diese Tests führen zu einer hohen Rate verdächtiger Befunde, die sich letztlich als gutartig erweisen, was manchmal zu unnötigen Biopsien und Operationen führt. Gleichzeitig basieren bestehende Flüssigbiopsien in der Regel auf DNA-Sequenzierung, einem kostspieligen, komplexen Verfahren, das eine hochentwickelte Recheninfrastruktur erfordert.
Die neue Methode des Forscherteams macht eine DNA-Sequenzierung überflüssig. Nach der Extraktion zellfreier DNA aus einer Blutprobe markierte das Team aus Forschern von vier renommierten Institutionen - Universität Tel Aviv, JaxBio Technologies, Bnai-Zion-Medizinzentrum, Sheba-Medizinzentrum - diese mit einem lichtemittierenden Marker und band sie an einen eigens dafür entwickelten DNA-Chip. Der Chip wurde anschließend mit einem optischen Scanner abgetastet und die dabei entstehenden Lichtmuster wurden analysiert. Das ermöglicht eine schnelle Identifizierung des biologischen Fingerabdrucks von Lungenkrebs, da die Krankheit die DNA charakteristisch verändert.
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