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pte20210727012 Medien/Kommunikation, Technologie/Digitalisierung

Lucasfilm heuert Deepfake-YouTuber an

"Shamooks" verjüngter Mark Hamill für Fans besser als das Original


Luke Skywalker: Verjüngt in
Luke Skywalker: Verjüngt in "The Mandalorian" (Foto: Disney)

San Francisco (pte012/27.07.2021/10:30) - Der YouTuber "Shamook" hat nicht nur Fans mit Deepfakes beeindruckt, in denen er etwa Mark Hamills Gastauftritt als Luke Skywalker in "The Mandalorian" besser aussehen lässt. Auch Lucasfilm war von dem optisch nachgebesserten Material offenbar angetan und hat den Deepfake-Spezialisten für sein Spezialeffekt-Studio Industrial Light & Magic (ILM) https://ilm.com angeworben. Dort wird Shamook die Technologie womöglich ganz offiziell nutzen, um "Star Wars"-Material umwerfender zu machen.

Deepfake-Star

Auf YouTube gibt es heute viele Deepfakes, die versuchen, Effekte in Filmen aufzuwerten - mit gemischtem Erfolg. Shamook ist ein Star der Szene, der teils beeindruckende Arbeiten liefert. Ein Paradebeispiel ist sein Ende 2020 veröffentlichter verjüngter Luke Skywalker, der es mittlerweile auf über zwei Mio. YouTube-Views bringt. Seine Fans sind der Ansicht, dass Shamook mittels Deepfake-KI überzeugendere Hauttextur und -ton liefert als das Originalmaterial aus dem Finale der 2. Staffel von The Mandalorian. Statt mit Copyright-Beschwerden oder Ähnlichem hat die Disney-Tochter Lucasfilm selbst mit einem Vertrag reagiert.

Shamook sagte vor Kurzem in den Kommentaren zu einem Video, dass er nun bei ILM tätig sei. Eben das hat Lucasfilm nun gegenüber der Film-Website "IndieWire" bestätigt. "In den vergangenen Jahren hat ILM in Maschinenlernen und KI investiert, als Mittel, um überzeugende visuelle Effekte zu produzieren. Es war großartig zu sehen, wie sich in diesem Bereich mit dem Fortschritt der Technologie eine Dynamik aufbaut", so ein Lucasfilm-Sprecher. Der Deepfake-Spezialist dürfte also in Zukunft sein Wissen einbringen, um tatsächlich großen Produktionen digital zu mehr Glanz zu verhelfen.

Verjüngung und mehr

Interessant wird sein, in welchem Ausmaß und für welche Zwecke große Studios in Zukunft tatsächlich auf Deepfake-Technologien setzen. Immerhin sind digitale Verjüngungskuren wie bei Mark Hamill oder Robert De Niro in "The Irishman" an sich schon umstritten, aber eigentlich nur ein kleiner Teil des theoretisch möglichen. Im "Star Wars"-Universum etwa wäre es mit der Technologie möglich, die bereits verstorbene Carrie Fisher erneut als Prinzessin Leia ins Bild zu rücken. Derartige Tricks könnten allerdings bei Teilen des Publikums auf gröbere ethische Bedenken stoßen.



(Ende)
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