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pte20200603001 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

LGBTQ-Community nimmt regelmäßig Drogen

Studie in den Vereinigten Staaten hat Konsumgewohnheiten bei Personen über 50 analysiert


LGBTQ: Diskriminierung beeinflusst Drogenkonsum (Foto: pixelio.de, knipseline)
LGBTQ: Diskriminierung beeinflusst Drogenkonsum (Foto: pixelio.de, knipseline)

New York (pte001/03.06.2020/06:00) - Homoseuelle Erwachsene mittleren und höheren Alters haben gegenüber Heterosexuellen im vergangenen Jahr mehr Drogen konsumiert. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher unter der Leitung der NYU Grossman School of Medicine http://med.nyu.edu und des Center for Drug Use and HIV/HCV Research http://cduhr.org .

Diese Ergebnisse stimmen mit früheren Untersuchungen überein, die ergaben, dass LGBTQ-Heranwachsende und junge Erwachsene eher eine Reihe von Drogen konsumieren. Dieser Konsum kann auf Minderheitenstressoren wie Diskriminierung, Unterdrückung und Stigma zurückzuführen sein. Die wahrscheinlich komplexen Ursachen für derartige Ungleichheiten, wie die Rollen, die Stigma, Diskriminierung und Vorurteil vor allem beim Drogenmissbrauch älterer Erwachsener spielen, müssen noch weiter erforscht werden.

Anhaltender Drogenkonsum

Laut Forschungsleiter Benjamin Han bestätigen die neuen Ergebnisse, dass eine größere Verbreitung von Drogenkonsum bei lesbischen, homosexuellen und bisexuellen Erwachsenen bis ins spätere Leben anhalten kann. Ähnlich wie bei LGBTQ-Heranwachsenden und jungen Erwachsenen dürfte diese Verbreitung mit Stressoren wie Diskriminierung und Stigmatisierung aufgrund der sexuellen Orientierung zusammenhängen - und das zusätzlich zu Stressoren, die mit dem Altern, sozialer Isolation und altersbedingten Stigmata einhergehen.

Für die Studie wurden US-Daten der "National Survey on Drug Use and Health" analysiert. Gefragt wurde nach der sexuellen Identität. Bei den Daten der Umfragen für die Jahre 2015 bis 2017 konzentrierten sich die Forscher auf Erwachsene über 50 Jahren. Es ging um den letztjährigen Konsum von Cannabis, Alkohol, Kokain und Methamphetamin sowie um die nicht-medizinische Nutzung von verschreibungspflichtigen Opioiden, Sedativa wie Schlaf- oder Aufputsch- und Beruhingungsmittel. Dazu gehörten auch Medikamente gegen Angst wie Benzodiazepine.

Die Forscher verglichen dann die Verbreitung des letztjährigen Drogenkonsums bei Erwachsenen, die sich als lesbisch, homosexuell oder bisexuell ansehen, mit jenen, die sich als heterosexuell sehen. Das Sample umfasste 25.880 Teilnehmer. 2,5 Prozent waren lesbisch, homosexuell oder bisexuell. Es zeigte sich, dass Erwachsene mittlere oder höheren Alters, die sich als lesbisch, homosexuell oder bisexuell ansahen, wahrscheinlicher die untersuchten Substanzen konsumierten.

Cannabis ist weitverbreitet

Speziell ältere einer Minderheit angehörende Erwachsene nutzten doppelt so wahrscheinlich Cannabis ohne medizinische Indikation. Die Prozentsätze lagen bei 13,9 versus 5,5 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit einer Einnahme von verschreibungspflichtigen Beruhigungsmittels ohne medizinischen Grund war mit 3,6 versus 1,1 Prozent ebenfalls doppelt so hoch. Diese Personengruppe nahm auch warscheinlicher verschreibungspflichtige Opioide ohne medizinische Notwendigkeit ein. Hier lag der Prozentsatz bei 4,7 versus 2,3 Prozent.

Laut Seniorautor Joseph Palamar sollen die erhobenen Ergebnisse bei Prävention und Schadensbegrenzung helfen und Betroffenen nicht stigmatisieren. "Auch wenn sich die Zeiten ändern und die Lage sich für die LGBTQ-Gemeinde verbessert hat, können ältere Personen noch immer unter früheren Erfahrungen mit Intoleranz leiden. Drogenkonsum erhöht die Komplexität der medizinischen Versorgung bei älteren Erwachsenen, die eher an chronischen Krankheiten leiden und mit steigendem Alter mehr verschreibungspflichtige Medikamente brauchen, die mit derartigen Substanzen interagieren und zu Nebenwirkungen führen können."

(Ende)
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Ansprechpartner: Moritz Bergmann
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