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pte20000515019 in Forschung

Laser In-Situ Analysesystem optimiert Brauprozess

Forschungsprojekt der Universität Erlangen-Nürnberg


Erlangen-Nürnberg (pte019/15.05.2000/11:45)

Das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Erlangen-Nürnberg unter Leitung von Prof. Dr. Hans-Gerd Löhmannsröben http://www.chemie.uni-erlangen.de/loeh/ hat in enger Zusammenarbeit mit der örtlichen Privatbrauerei Kitzmann Bräu KG das Laser In-Situ Analysesystem "LISA" entwickelt, mit dem verschiedene Schritte der Bierherstellung und -abfüllung umfassend gesteuert und kontrolliert werden sollen. In Kooperation mit der Kitzmann Bräu KG konnten die neuesten Ergebnisse aus dem Forschungslabor direkt in der Erlanger Privatbrauerei Kitzmann an der Südlichen Stadtmauerstraße erprobt werden.

Das Forschungsprojekt der Universität Erlangen-Nürnberg und der Erlanger Privatbrauerei Kitzmann Bräu KG ist Kern eines aktuellen Bieranalytikprojektes, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück Anfang 1999 ins Leben gerufen wurde. Alle Projekte, die sich z.B. mit der Bioanalytik in der Lebensmitteltechnik und Pharmaindustrie beschäftigen, sollen durch den Einsatz von Sensoren (künstlichen Sinnesorganen) prozessintegrierten Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften in industriellen Prozessen verbessern. http://www.verbund-sensorik.de

Es ist jetzt gelungen, mit dem in Erlangen entwickelten Laser In-Situ Analysesystem LISA unter anderem unter Einsatz von kompakten Diodenlasern verschiedene Schritte der Bierherstellung zu untersuchen und z.B. direkt im Gärprozess Hefemenge und andere Stoffe innerhalb von Sekunden zu verfolgen, ohne dass dazu Proben aufwendig im Labor untersucht werden müssen. Die gleiche Technik kommt zum Einsatz, um die Klarheit des Bieres nach der Filtration zu kontrollieren, so dass der Filtrationssprozess optimal gesteuert werden kann. Ein weiteres Ziel der Bierbrauer ist es, beim Abfüllprozess möglichst sauerstoffarm zu arbeiten, da das Bier durch den Zutritt von Luft geschmacklich beeinträchtigt wird.

Mit Hilfe der neuentwickelten Sensoren, die die Lichtaussendung spezieller Farbstoffe zur Messung von Sauerstoff einsetzen, trägt LISA daher auch zur Verbesserung der Haltbarkeit und Geschmacksstabilität des Bieres bei - ohne jeglichen Einsatz von Chemikalien. Ziel des Projektes ist es, mit faseroptischen Leitungen die Ergebnisse der einzelnen Messstationen an einen zentralen Rechner zu übertragen, damit der Braumeister die ständige und gleichzeitige Kontrolle über alle Teilschritte der Bierherstellung hat.

Damit dient LISA sowohl der Qualitätskontrolle von Rohstoffen und Produkten, als auch der Verfahrensoptimierung, z.B. hinsichtlich Wasser- und Energieverbrauch. LISA ist damit ein gutes Beispiel für die Integration von Umweltschutz und Nachhaltigkeit in einen traditionellen Brauprozess, der streng nach den Vorgaben des deutschen Reinheitsgebotes abläuft und grundsätzlich auf jeden Einsatz von Chemikalien als Konservierungsstoffe verzichtet. (idw) (Ende)
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