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Oesterreichischer Journalisten Club (ÖJC)

Ansprechpartner: Dr. Erich Geretschlaeger, email: <A HREF=mailto:office@oejc.or.at>office@oejc.or.at</A>, Tel. Wien 9


FRüHERE MELDUNGEN

pts19970220002 in Business

Lage des österreichischen Journalismus hat sich verschlechtert

Österreichischer Journalisten Club (ÖJC) und das Institut für Publizistik der


Salzburg/Wien (pts002/20.02.1997/11:55)

Nur besser werden kann es 1997 mit der österreichischen Medien- und Kommunikationspolitik, denn 1996 war ein weiteres Jahr der Nicht-Entscheidungen. Im Gefolge des Sparpakets ist für den heimischen Journalismus außerdem eine Kürzung der Presseförderung sowie die Werkvertragsregelung zu beklagen gewesen. Zu diesen negativen Einschätzungen kommt ein "Bericht zur Lage des Journalis-mus in Österreich", den ein Team von Wissenschaftern und Journalisten aus Wien und Salzburg erstellt und in diesen Tagen publiziert hat.
Für das Erhebungsjahr 1996 wurden u.a. die Veränderungen im Arbeits- und Medienrecht, die Situation im Bereich der journalistischen Aus- und Weiterbildung, die journalistische Selbstkontrolle, die Lage der Medienwirtschaft, Medienforschung, Medienjournalismus, Medienpolitik, die ORF-Reform, die Medienelektronisierung, das Verhältnis zwischen Journalismus und Politik sowie prominente "Fälle" bzw. Skandale im Journalismus untersucht.
Wichtigstes Anliegen der Studie, die in Kooperation zwischen dem Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg und dem Österreichischen Journalisten Club entstand, war es festzustellen, welche Veränderungen sich 1996 hinsichtlich einer Verbesserung oder aber Verschlechterung der Voraussetzungen für journalistische Qualitätssicherung ergeben haben.
Positiv für die Sicherung und Förderung von Qualität im österreichischen Journalismus sind die Reorganisation des Presserates, ein etwas verbreitertes Angebot im Bereich der journalistischen Aus- und Weiterbildung, eine "wenn auch nur anlaßbezogene" Bereitschaft zur journalistischen Selbstreflexion, das Bemühen um fortgesetzte medienjournalistische Berichterstattung sowie verbesserte Möglichkeiten im Online-Bereich für die professionelle Recherche einzuschätzen.
Ambivalent zu werten ist hingegen die prekäre wirtschaftliche Lage einer ganzen Reihe von Medienunternehmen. Und wenn auch bei den zwei bisher in Betrieb genommenen Privatradios und den regionalen Kabelfernseh-Betreibern einige neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, ist die Entwicklung des journalistischen Arbeitsmarktes ( u.a. angesichts des Personalabbaus beim ORF) insgesamt nicht zum Jubeln.
Allgemein ist zu erwarten, daß die Kommerzialisierung und Boulevardisierung in den meisten österreichischen Medien fortgesetzt wird. Auswirkungen auf die journalistische Qualität dürfte auch die zunehmende Technologisierung haben, die vielerorts zu wachsendem Arbeitsdruck führt. Die heimische Erfolgsmaxime scheint generell in "Light Quality"-Produkten (wie etwa das neue ORF-Programm, die "Standard"-Linie, Zeitschriften wie "tv media" usw.) zu liegen.
Der von Vertretern aus Wissenschaft und Berufspraxis erarbeitete "Journalistenbericht 1996" soll einen Beitrag zur Qualitätssicherung im heimischen Journalismus leisten. Die Analyse wird ab sofort jährlich erscheinen und ist bei den Herausgebern (ipk, Rudolfskai 42, 5020 Salzburg, Tel. 0662-8044-4151 oder ÖJC, 1150 Wien, Gablenzgasse 7/Penthouse, Tel.: 0222/982 85 55) zu bestellen. Der Bericht kann kostenlos im Internet gelesen werden.

http://sbg.ac.at/ipk/abteilungen/abt2.htm (Ende)
Aussender: Oesterreichischer Journalisten Club (ÖJC)
Ansprechpartner: Dr. Erich Geretschlaeger, email: <A HREF=mailto:office@oejc.or.at>office@oejc.or.at</A>, Tel. Wien 9
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