pte20000208008 in Forschung
Künstlicher Patient reagiert wie ein Mensch
Simulationstraining soll auf lange Sicht Kosten senken
London (pte008/08.02.2000/11:00)
In einem simulierten Operationssaal des Chelsea and Westminster Hospital haben Anästhesisten jetzt die Gelegenheit am lebensgroßen Modell eines Menschen zu üben. http://193.63.22.46/partners/CWest/index.html Der sogenannte Eagle Patient Simulator spricht, atmet und reagiert wie ein Mensch. Gibt man der Puppe Medikamente, Flüssigkeiten oder Narkosen, zeigt sie die gleichen Reaktionen wie ein menschlicher Patient. Ihre Pupillen erweitern sich, die Augenlider flattern und der Puls schlägt. Ein Trainer überwacht die Scheinoperation. Kameras zeichnen das Geschehen auf, damit im Anschluß die Operation analysiert werden kann. Derartige Simulatoren sollen die Ausbildung verbessern und die Risiken für lebende Patienten verringern.Professor Mervyn Maze betont den Stellenwert von Simulatoren für Qualifikationstests. Jetzt gelte es zu beweisen, dass künstliche Patienten eine besser ausgebildete Ärzte ermöglichten. Die Krankenhäuser müssen dafür allerdings einen Weg finden, diese Pläne zu finanzieren. Der Eagle Patient Simulator kostet in der Anschaffung rund 6,7 Millionen Schilling und verursacht im Betrieb täglich Kosten in der Höhe von 45.000 Schilling. Maze gibt zu, dass eine der größten Herausforderungen der Beweis sein wird, dass diese computergesteuerten Modelle kosteneffektiv sind: "Wir werden zu beweisen haben, dass Simulationstraining menschliche Fehler verringern kann und die Qualifikation steigert. Damit könnten auf lange Sicht die Kosten für das Gesundheitssystem gesenkt werden." (bbcnews) (Ende)
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