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pte19971003015 in Business

Künstlicher Hoden für nicht-teilungsfähige Spermien

Vorläuferzellen sollen in Hormonsuppe heranreifen


Rom (pte) (pte015/03.10.1997/21:39)

Mit einem künstlichen Hoden wollen italienische Wissenschaftler künftig auch solchen Paaren zu Nachwuchs verhelfen, bei denen der Mann keine befruchtungsfähigen Samenfäden erzeugen kann. Bei dem bisher nur im Tierversuch erprobten Verfahren werden Vorläuferzellen der Spermien aus dem männlichen Hoden entnommen, um sie in einer Hormonumgebung nachreifen zu lassen.

Etwa jedes zehnte Paar wartet vergeblich auf Nachwuchs, wobei in jedem dritten Fall die Ursache beim Mann allein liegt. Grund ist zumeist die mangelnde Qualität des Samens, die mittlerweile bei 40 Prozent der Männer als "nicht optimal" gilt. Mit Hilfe der sogenannten Intracytoplasmatischen Injektion (ICSI) wollen Forscher von der Universität Chieti in Rom nun auch Männern zu Nachkommen verhelfen, deren Hoden die Herstellung ausgereifter Samenfäden eingestellt haben.

"Dazu entnehmen wir Spermatozoiden, die frühesten Keimzellen, mit einer feinen Nadel aus dem Hoden und lassen sie dann in einem Spezialmedium heranreifen. Diese 'Nährlösung' besteht unter anderem aus Aminosäuren und dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron", erläutert Professor Severino Antinori. In Versuchen mit Ratten habe man auf diese Weise bereits befruchtungsfähige Spermien gewinnen können, berichtet der Wissenschaftler.

Erste klinische Versuche mit menschlichen Keimzellen sollen bereits in wenigen Monaten beginnen. Der Bedarf sei erheblich. "Allein in Italien könnten wir mit dieser Methode grundsätzlich etwa zwei Millionen Männern helfen", weiß Antinori. (Ende)
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