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pte20210504021 Medien/Kommunikation, Politik/Recht

Konservative US-Medien fördern Verschwörungsglauben

Starke Nutzung sozialer Medien treibt laut Annenberg Public Policy Center ebenfalls Theorien an


Virus: Immer wieder im Zentrum vieler wilder Theorien (Foto: Matryx/pixabay.com)
Virus: Immer wieder im Zentrum vieler wilder Theorien (Foto: Matryx/pixabay.com)

Philadelphia (pte021/04.05.2021/12:30) - Die intensive Nutzung konservativer Medien unter US-Amerikanern hat in den Anfangsmonaten der COVID-19-Pandemie den Glauben an Verschwörungstheorien begünstigt. Das besagt eine Studie des Annenberg Public Policy Center (APPC) http://bit.ly/3b35ndf . Ähnliches galt demnach auch für starke Social-Media-Nutzung - das manche Plattformen relativ scharf gegen Falschinformationen vorgingen, brachte also wenig. Mainstream-Printmedien indes wirkten laut der Studie dem Verschwörungsglauben entgegen.

Verschwörungs-Booster

"Die Medien spielten eine Rolle beim Fördern oder Eindämmen von Verschwörungsglauben", sagt APPC-Forschungsleiter Dan Romer. "Es gab Medienquellen, die die Fähigkeit des Landes, auf die Pandemie zu reagieren, behinderten." Das waren der Studie zufolge insbesondere konservative Quellen wie "Fox News" oder "Breitbart". Von März bis Juli 2020 ist der Anteil der Nutzer solcher Medien, die daran glauben, dass die chinesische Regierung das neue Coronavirus als Biowaffe geschaffen hat, von 52 auf 66 Prozent gestiegen. Das hing wohl damit zusammen, dass beispielsweise Fox-Host Tucker Carlson die Theorie immer wieder unkritisch besprach.

Auch andere Verschwörungstheorien feierten unter den Nutzern konservativer US-Medien fröhliche Urständ. Die Zustimmung zur Theorie, die Pharamaindustrie stecke hinter dem Virus, stieg im Beobachtungszeitraum von 13 auf 28 Prozent. Fast verdoppelt hat sich auch der Anteil jener, die glauben, die Centers for Disease Control hätten die Gefährlichkeit des Virus übertrieben, um Donald Trumps Präsidentschaft zu schaden - drei von fünf Nutzern konservativer Medien glaubten das mit Juli 2020.

Virtuelles Hau-den-Maulwurf

Auch unter intensiven Social-Media-Nutzern wuchs der Studie zufolge die Verschwörungstheorie-Anhängerschaft. Die Bemühungen mancher Plattformen, dem entgegenzuwirken, waren wohl zum Scheitern verurteilt. "Die großen Social-Media-Plattformen sind, als würde man Hau-den-Maulwurf mit Verschwörungstheorie-Lieferanten speilen", erklärt APPC-Direktorin Kathleen Hall Jamieson. "Blockiert man ihre Bilder irgendwo, tauchen sie anderswo wieder auf."

Unter Amerikanern, die primär Mainstream-TV wie "ABC" und "NBC" konsumieren, blieb der Anteil der Verschwörungsanhänger laut der Erhebung effektiv unverändert. Allerdings seien die Bereitschaft, Masken zu tragen und sich impfen zu lassen, laut Romer gestiegen. Das galt auch bei jenen, die vor allem auf Mainstream-Zeitungen wie "Wall Street Journal" und "New York Times" setzen. Diese Print-Leser waren zudem die einzige Gruppe, in welcher der Verschwörungsglaube tatsächlich sank.

(Ende)
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