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Klima: "Internet ist keine Hexerei"

Bundeskanzler surft für Österreich - Wirtschaft macht mit


Wien (pte) (pts023/27.10.1999/14:27)

Gemeinsam mit elf Partnern aus der IT- und Telekommunikationswirtschaft hat Bundeskanzler Viktor Klima am Mittwoch in Wien die Informationskampagne "Go On! Österreich ans Internet" vorgestellt. Ab Anfang November soll die Kampagne mit TV-Spots, Printauftritten, eigenen Internet-Einsteigerpaketen und einem Großevent starten. Zu seiner Motivation, die Österreicherinnen und Österreicher fit für das 21. Jahrhundert zu machen, erklärte der Kanzler: "Das Recht auf Information muss für alle gelten. Der Zugang zum neuen Medium darf kein Vorrecht der Jüngeren, Wohlhabenderen und besser Gebildeten sein." http://www.austria.gv.at/goon/

Österreich müsse seine Chancen nützen, um im Bereich der Neuen Medien und Informationstechnologien vom europäischen Nachzügler zum Vorbild zu werden, so der Kanzler, der mit seiner Initiative auch die Schwellenangst vor dem neuen Medium bekämpfen will. "Man muss kein Profi sein, um ins Internet zu kommen", meinte der Kanzler mit Blick auf die einfache Handhabung des Mediums. "Internet ist keine Hexerei." Er wolle mit der Initiative Lust auf die Möglichkeiten des Internet erwecken, und dabei vor allem auch ältere Menschen und Personen in beruflicher Umorientierung ansprechen.

Bisher größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft

Sichtlich stolz präsentierte Klima auf der Pressekonferenz seine Partner aus der Wirtschaft, die mehr als 23 Millionen Schilling in die Informationskampagne investieren. Damit ist "Go On! Österreich ans Internet" laut den PR-Consultern Temmel & Seywald die bisher größte Public-Private-Partnership-Kampagne in der Werbegeschichte des Landes. Die Unternehmensvertreter erklärten unisono, dass die technischen Errungenschaften allein nicht ausreichten, um eine breitere Nutzung des Internet durchzusetzen. Auch das Wissen um die Möglichkeiten und die Einfachkeit des Mediums sei entscheidend. Dazu solle die Kampagne beitragen.

Klima ergänzte: "Das Internet ist für alle Menschen wichtig. Es wird künftig ein Teil des Lebens sein und eine wesentliche Erleichtung im täglichen Leben, vom Amtsweg übers Shopping bis zum Telebanking." Er hoffe, dass durch die Kampagne eine Schneelawine losgetreten wird, insbesondere aber ein Bündel von Maßnahmen der Wirtschaft für Schulen bis zu den Senioren.

Wirtschaft forciert Internet massiv

Für die Bank Austria erklärte Vorstandsdirektor Walter Gruber, dass seine Bank allein in diesem Jahr eine Verdoppelung der Telebanking-Kunden von 30.000 auf 62.000 registriert habe. Das sei ein ermutigendes Zeichen dafür, dass Österreich das Potenzial habe, künftig eine Vorreiterrolle im virtuellen Raum zu spielen. VISA-Boss Helmut Nahlik ergänzte, dass sein Kreditkartenunternehmen bereits einige tausend Kunden servisiere, die auf ihrem Heimcomputer eine elektronische Börse installiert haben. Der für den Verkauf bei tele.ring verantwortliche Geschäftsführer, Edmund Haberbusch, meinte, dass die Kampagne vor allem auf Menschen abzielt, die bisher noch nicht angesprochen wurden. Der neue Generaldirektor von Ericsson Austria, Kjell Johansson, ergänzte, sein Unternehmen wolle dazu beitragen, dass künftig jede Telefonsteckdose einen Internetanschluss biete.

Der Vertreter der Telekom Austria, Helmut Leopold, sicherte in dem Pressegespräch zu, dass der Marktführer im IT- und Telekombereich die modernsten Technologien und Dienste einsetzen werde, um Internet für jeden Österreicher zugänglich zu machen. Die Initiative fordere von jedem Teilnehmer vollen Einsatz. Auch Lars Reichelt vom dritte Handy-Betreiber ONE erklärte, sein Unternehmen setze in punkto Internet auf maximale Verfügbarkeit und Geschwindigkeit. Er forderte die Beteiligten auf, die Kampagne nach dem erfolgreichen Start auch im nächsten Jahr mit vollem Einsatz fortzusetzen.

UTA-Generaldirektor Helmut Schönthaler wies darauf hin, dass es noch eine große Kluft zwischen den technologischen Möglichkeiten und der Praxis in den österreichischen Firmen und Haushalten gäbe. "Technologie und Telekomindustrie sind bereit, nur die Menschen verstehen es noch nicht", erklärte Schönthaler, der dieses Jahr als erster Telekom-Boss Österreichs eine "Internet for free"-Kampagne gestartet hat. Für den Software-Konzern Microsoft, ebenfalls Generalsponsor von "Österreich ans Internet", betonte Österreich-Chef Alexander Stüger, Internet- und Computer-Know-how seien wesentliche Voraussetzungen für den künftigen Arbeitsmarkt. Die Kampagne solle dazu beitragen, dies bewusst zu machen.

Auch Alcatel, IBM und die Handelskette Libro sind als Generalsponsoren der Initiative beigetreten. Alcatel-Boss Norbert Theuretzbacher betonte auf der Pressekonferenz, es sei eine Vision seines Unternehmens, dass man künftig keine Kurse mehr dafür brauche, ins Internet zu kommen. Der Computer sei nicht das einzige Internet-Zugangsinstrument. Allein 80 Techniker seien bei Alcatel mit der Entwicklung des sogenannten Screenphones beschäftigt, ein Telefon, mit dem man im Internet surfen kann. IBM erhofft sich von der Initiative vor allem einen starken Zuwachs der Nutzerzahlen in Österreich. Lion.CC-Chef Herbert Mayrhofer von der Libro AG betonte, sein Unternehmen werde einen wichtigen Beitrag zur Internet-Entwicklung Österreichs liefern. Nicht nur im Content-Bereich, sondern auch für die zügige Vernetzung der Haushalte werde Libro geeignete Modelle entwickeln. Siehe auch http://www.pressetext.at/show.pl.cgi?pta=991027013 (Fotos werden in Kürze upgeloaded). (Ende)
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