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pte19971105005 in Business

Kleinvieh statt Mammuts

Urzeit-Jäger bevorzugten Jagt mit Netzen


Prag (pte) (pte005/05.11.1997/15:49)

Gegenüber der riskanten Speerjagd auf Mammuts bevorzugten die eiszeitlichen Bewohner Mitteleuropas vor rund 25.000 Jahren offensichtlich die ungefährliche Jagd mit Netzen auf Hasen, Füchse und anderes Kleinwild, ist im Kosmos online nachzulesen. Das schließen amerikanische und tschechische Wissenschaftler nicht nur aus den Knochen solcher Beute, die sich haufenweise in den damaligen Lagerstätten der Steinzeitmenschen finden, während Mammutknochen zwar auffällig, aber eher selten sind.

Abdrücke des Netzes im weichen Ton, der später durch ein Feuer aushärtete, demonstrieren den Paläo-Anthropologen obendrein den Aufbau eines solchen Jagdgeräts, das heute noch von den Pygmäen Afrikas eifrig genutzt wird. Aus den Fasern bestimmter Pflanzen wie Nesseln und wildem Hanf drehten unsere Vorfahren 0,31 bis 1,15 Millimeter dicke Fäden, die sie zu einem Netz mit vier Millimeter großen Maschen verknüpften. Gegen Großwild richtete eine solches Gerät sicher wenig aus. Hasen und Füchse aber konnte man damit problemlos fangen und sich eine eizeitliche Fleischration sichern. [Quelle: ROLAND H. KNAUER] (Ende)
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