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13.07.2026 - 06:15 | pressetext.redaktion
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pts20260713005 in Forschung

Kleine Unternehmen holen sich Cybersecurity-Kompetenz zunehmend von außen

ESET-Studie: MDR, Cloud-Management und externe Spezialisten gewinnen an Bedeutung


Kleine Unternehmen wissen, welchen Risiken sie ausgesetzt sind (Bild: ESET)
Kleine Unternehmen wissen, welchen Risiken sie ausgesetzt sind (Bild: ESET)

Jena (pts005/13.07.2026/08:45)

Wer in einem kleinen Unternehmen für die IT verantwortlich ist, muss heute oft viele Rollen gleichzeitig erfüllen: Administrator, Helpdesk, Cloud-Manager und Sicherheitsbeauftragter. Angesichts steigender Cyberrisiken und knapper Ressourcen setzen deshalb immer mehr Unternehmen auf externe Unterstützung. Das zeigt die aktuelle ESET-Studie "Stand der IT-Sicherheit 2026".

Die Befragung von 281 Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz macht deutlich: Statt eigene Security-Teams aufzubauen, greifen viele kleinere Unternehmen auf Managed Services und spezialisierte Dienstleister zurück. Gleichzeitig steigt das Sicherheitswissen in den Unternehmen deutlich an. Verfügten 2023 noch weniger als die Hälfte der Befragten über IT-Personal mit Security-Fachwissen, liegt dieser Anteil inzwischen bei über 70 Prozent.

"Viele kleinere Unternehmen wissen sehr genau, welchen Risiken sie ausgesetzt sind. Gleichzeitig fehlt oft die Möglichkeit, eigene Security-Spezialisten einzustellen oder rund um die Uhr Sicherheitsvorfälle zu überwachen", sagt Michael Schröder, Head of Product Marketing bei ESET Deutschland. "Deshalb beobachten wir, dass externe Security-Services zunehmend Teil der regulären IT-Strategie werden."

Cybersecurity wird planbarer

Besonders gefragt sind Dienstleistungen, die Unternehmen im Tagesgeschäft entlasten. Dazu zählen Managed Detection and Response (MDR), cloudbasierte Verwaltungsplattformen und externe Security-Experten, die bei der Erkennung und Analyse von Sicherheitsvorfällen unterstützen. Die Ergebnisse zeigen, dass viele kleine Unternehmen inzwischen einen anderen Weg einschlagen als noch vor wenigen Jahren. Statt jede Sicherheitsaufgabe intern abzubilden, setzen sie gezielt auf spezialisierte Partner und ergänzen damit ihre eigenen Ressourcen.

Mehr Wissen, kritischere Bewertung

Auffällig ist ein scheinbarer Widerspruch der Studie: Obwohl das Security-Know-how in den Unternehmen wächst, fühlt sich mehr als die Hälfte der Befragten den aktuellen Bedrohungen nicht vollständig gewachsen. Für ESET ist das ein Zeichen zunehmender Reife anstatt einer negativen Entwicklung. Wer sich intensiver mit Cyberrisiken beschäftigt, erkennt nicht nur die eigenen Stärken, sondern auch bestehende Schwachstellen. Die kritischere Selbsteinschätzung spiegelt daher vor allem ein gestiegenes Bewusstsein für die tatsächliche Bedrohungslage wider.

Auch moderne Sicherheitskonzepte gewinnen weiter an Akzeptanz. Mehr als 95 Prozent der Befragten sehen in dem Zero Trust Security-Modell von ESET einen sinnvollen Ansatz für den Aufbau einer widerstandsfähigen Sicherheitsstrategie.

IT-Sicherheit wird zur Führungsaufgabe

Die Studie zeigt außerdem, dass Cybersecurity in kleinen Unternehmen zunehmend strategisch betrachtet wird. Investitionen in Security-Know-how, externe Expertise und moderne Sicherheitsplattformen sind längst nicht mehr allein ein Thema für die IT-Abteilung.

"Viele Unternehmen haben erkannt, dass Cybersecurity nicht an der Firewall endet", sagt Michael Schröder. "Es geht darum, Risiken beherrschbar zu machen und die eigene Handlungsfähigkeit im Ernstfall zu sichern. Genau deshalb gewinnen professionelle Security-Services weiter an Bedeutung."

Über die Studie
Für die Studie "Stand der IT-Sicherheit 2026" befragte ESET zwischen Januar und April 2026 insgesamt 281 Organisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Rund 87 Prozent der teilnehmenden Unternehmen beschäftigen weniger als 50 Mitarbeitende. Die Studie ist unter diesem Link verfügbar.

(Ende)
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