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pte20200214022 Auto/Verkehr, Politik/Recht

Klage gegen VW: Diesel-Fahrer gehen leer aus

Vergleich zum Musterprozess laut Volkswagen wegen intransparenter Pauschalzahlung gescheitert


VW: Musterfeststellungsklage vorerst gescheitert (Foto: pixabay.com, nadeem1991)
VW: Musterfeststellungsklage vorerst gescheitert (Foto: pixabay.com, nadeem1991)

Wolfsburg/Berlin (pte022/14.02.2020/13:54) - Eine einvernehmliche Einigung zwischen Volkswagen http://vw.de und dem Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) http://vzbv.de im Rahmen der Musterfeststellungsklage wegen systematischer Diesel-Abgasmanipulationen ist vorerst gescheitert. Laut dem Wolfsburger Autoriesen habe man bereits eine Einigung erzielt, die nun plötzlich vonseiten des VZBV aufgekündigt wurde.

Kein Deal über 830 Mio. Euro

Der nun gescheiterte Vergleich hatte ein Volumen von 830 Mio. Euro gehabt - 400.000 Betroffene der Musterfeststellungsklage hätten demnach im Schnitt je 2.000 Euro als Entschädigung für die Manipulationen von VW erhalten. "Die Prozessanwälte des VZBV bestanden bis zum Schluss auf eine Pauschalzahlung in Höhe von 50 Mio. Euro für die Abwicklung des Vergleichs", äußerte sich ein VW-Sprecher.

Wofür das Geld genau verwendet werden würde, hätten die Klägeranwälte nie ausreichend dargelegt, so der Konzern. "Einer unabhängigen rechtlichen Prüfung ihrer Gebührenforderungen haben sie sich verweigert. Eine Zahlung ohne einen ausreichend konkreten Leistungsnachweis oder ohne rechtlichen Grund ist für Volkswagen jedoch unmöglich", heißt es aus Wolfsburg. Am Nachmittag will der VZBV Stellung beziehen.

Aktualisierung, 14.02.2020, 13:58 Uhr

VZBV-Vorstand Klaus Müller: "Die Vergleichsverhandlungen zwischen Volkswagen und dem VZBV sind leider an der mangelnden Bereitschaft von Volkswagen gescheitert, ein transparentes, vertrauenswürdiges und für Verbraucher sicheres System der Abwicklung zu ermöglichen. Entgegen anderslautenden Presseberichten sind sie nicht an Honorarforderungen der Antwälte gescheitert."

Der VZBV zeigt sich "irritiert". Denn "um 11.53 Uhr wurde uns ein Vergleichsangebot übersandt, das für die Abwicklung eine Kostenübernahme in Höhe von 50 Mio. Euro vorsah. Eine Abwicklung durch unsere Anwälte war für den VZBV nicht zwingend, noch vor zwei Tagen haben wir einen Alternativvorschlag unterbreitet".

(Ende)
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