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pte19971202009 in Business

Kinder-Internetgipfel in Washington

Kindersicherungen fürs Web könnten lukratives Geschäft werden


Washington (pte) (pte009/02.12.1997/16:35)

Wenn das Internet tatsächlich ein Massenmedium werden soll, müssen Eltern sicher sein, daß ihre Kleinen beim Surfen nicht auf Abwege geraten - dieser Überzeugung sind fast alle Amerikaner. Nachdem im Juni dieses Jahres dem Internet-Zensurgesetz Communications Decency Act eine Abfuhr erteilt worden war, wittern nun die Privaten die Chance, mit allerlei Filtertechniken für das sittliche Wohlbefinden der Minderjährigen ein gutes Geschäft zu machen. So präsentieren unter anderen America Online (AOL), Walt Disney, Gateway 2000 und Surfwatch am "Internet Online Summit: Focus on Children" in Washington ihre Kindersicherungen.

Die Saubermänner von Disney präsentierten das Such- und Verzeichniswerkzeug D-Guide, AOL das Zugangstool Neighborhood Watch, Surfwatch ein Bewertungssystem und der PC-Bauer Gateway 2000 einen Net-Führer namens Warm Wide Web. Neben den Anbietern von kommerziellen Lösungen kommen am Gipfel auch Hardliner zu ihrem Auftritt, die nach wie vor umfassende Schutzmassnahmen seitens der Regierung fordern - etwa der Präsident des Family Research Council, Gary Bauer. Zu dem Treffen in Washington wurden Vertreter von etwa 300 Online-Anbietern, US-Bundesbehörden und zehn weiteren Ländern erwartet.

Das US-Verfassungsgericht hatte im Juni einen Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Pornographie im Internet verworfen. Der Text sei nicht präzise genug formuliert, um unzulässige Einschränkungen der Meinungs- und Informationsfreiheit auszuschließen, lautete die Begründung der Richter. Anders als Radio und Fernsehen sei das Internet ein für alle offenes Medium, in das der Staat nicht reglementierend eingreifen dürfe. Eine neue Version des Gesetzes wurde inzwischen auf Drängen konservativer Elternverbände in den Senat eingebracht. Auch einzelne US-Bundesstaaten erwägen eine gesetzliche Regelung.

Die Internet-Anbieter wenden sich gegen gesetzliche Bestimmungen zum Jugendschutz, durch die sie für den Inhalt der von ihnen eingespeisten Angebote haftbar gemacht würden. Auf ihrer Seite stehen Bürgerrechtler, die sich aus Gründen der Meinungsfreiheit einer Reglementierung widersetzen. (Ende)
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