pte20080430030 in Leben
Kenia: Tourismuseinbruch bedroht Großkatzen
Umsatzrückgang bringt Nationalpark in finanzielle Notlage
Nairobi (pte030/30.04.2008/13:41)
Die Bedrohung für Großkatzen, die in Kenias Maasai Mara Nationapark leben, hat dramatisch zugenommen. Wie die für den Naturschutz in der 510 Quadratkilometer großen Region zuständige Non-Profit-Gesellschaft Mara Conservancy http://www.maraconservancy.com feststellt, ist hierfür vor allem der starke Rückgang im Tourismus des Landes verantwortlich. Laut Angaben der Organisation seien die Umsätze in diesem Bereich seit den gewalttätigen Unruhen nach der Präsidentschaftswahl Ende vergangenen Jahres vollkommen eingebrochen. Als Konsequenz der wirtschaftlichen Misere sehe man sich nun außer Stande, weiterhin die hohen Kosten tragen zu können, die für die Verwaltung und Kontrolle des Nationalparks anfallen. Besonders die bisherigen Entschädigungszahlungen an in der Region ansässige Bauern, deren Vieh öfters durch Löwen- oder Leopardenangriffe getötet wird, würden in diesem Zusammenhang ein enormes Problem darstellen. Bleiben diese Zahlungen aus, werden viele dort ansässige Maasai zur Selbstjustiz greifen und die Jagd auf die Großkatzen eröffnen, befürchtet die Nationalparkverwaltung.
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