pte19980130011 in Business
Kaffee ist für Babys gefährlich
Möglicher Zusammenhang mit plötzlichem Kindstod
Düsseldorf (pte) (pte011/30.01.1998/11:20)
Starker Koffeinkonsum während der Schwangerschaft kann das Risiko für das Eintreten des plötzlichen Kindstodes erhöhen. Frauen, die mehr als vier Tassen Kaffee täglich trinken, hätten ein um die Hälfte größeres Risiko, ihr Baby während der ersten Lebensmonate durch Atemstillstand zu verlieren, berichten neuseeländische Wissenschaftler in der britischen Fachzeitschrift "Archives of Disease in Childhood". Die als gefährlich angesehene Dosis werde auch durch das Trinken von mehr als zehn Gläsern Cola oder über zehn Tassen Tee erreicht.Untersucht wurden die Fälle von rund 390 toten Babys und mehr als 1500 lebenden Kindern im Zeitraum zwischen 1937 und 1990. Es sei bekannt, daß Entzug von Koffein bei Babys, die an die Substanz gewöhnt seien, zu körperlichen Reaktionen wie Zittern und Übergeben führen könne. Der Entzug der Droge nach der Geburt könne dazu führen, daß das Atemwegsystem nicht mehr in der gewohnten Form angeregt werde und die Atmung aussetze, vermuten die Wissenschaftler. Auch Faktoren wie Rauchen, das Alter der Mutter sowie die Ernährung des Babys wurden in die Untersuchung miteinbezogen. Komponenten wie die Schlaflage des Babys und die Temperatur wurden jedoch nicht berücksichtigt.
Britische Mediziner nannten die Erkenntnisse "interessant", sie müßten aber durch andere Studien untermauert werden, bevor an eine Empfehlung an Schwangere zu denken sei. Der Untersuchungszeitraum der Studie liege zudem zehn Jahre zurück, als viele Eltern ihre Babys noch in der Bauchlage schlafen ließen, was den Atemstillstand erwiesenermaßen begünstige. (Ende)
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