pte20090418003 in Business
Journalisten kritisieren "Big Brother"-Datenbank
"Informanten dürfen unter keinen Umständen gefährdet werden"
London (pte003/18.04.2009/06:05)
Die neue Überwachungsgesetzgebung, die Internet- und Telefonanbieter zur Speicherung der Kommunikationsdaten ihrer Nutzer verpflichtet, hat für den investigativen Journalismus in Großbritannien ernsthafte Folgen. Wie der Guardian berichtet, machen sich die Enthüllungsjournalisten des Landes zunehmend Sorgen darum, dass sich aufgrund der ausgeweiteten "Big Brother"-Praktiken der britischen Regierung (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/081016017) niemand mehr trauen werde, sich mit einer brandheißen Aufdecker-Story an die Presse zu wenden. Die Datenbank, in der seit vergangener Woche die gesammelte Kommunikation der Bevölkerung mitprotokolliert werde, mache es Behörden, Geheimdiensten und sonstigen Organisationen viel zu leicht, die Quelle einer bestimmten übermittelten Informationen zu identifizieren, so der Tenor der Kritik.
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