pts19971021001 in Business
Journalisten fordern Selbstkontrolle in der Ausländerberichterstattung
Plattform "Journalismus contra Rassismus" gegründet
Wien (pts001/21.10.1997/08:23)
Unter dem Titel JOURNALISMUS CONTRA RASSISMUS wurde von Journalisten für Journalisten beieiner gemeinsamen Veranstaltung des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC) und der
ORF-Minderheitenredaktion Empfehlungen und ein Forderungskatalog erarbeitet:
EMPFEHLUNG AN JOURNALISTEN
1. Grundvoraussetzung für journalistische Arbeit ist die Objektivität der Berichterstattung .
Angesichts des multikulturellen Europas hat diese Berichterstattung die kulturelle, ethnische und
sprachliche Vielfalt zu berücksichtigen.
2. Zur Verteidigung der universellen Menschenrechte sind Rassismus, Fremdenfeindlichkeit sowie
nationalistischer Anschauungen (Faschismus) zurückzuweisen.
3. Verantwortlicher Journalismus ist wachsam gegenüber Diskriminierung in jeder Form,
insbesonders aus Gründen der Gruppenzugehörigkeit wie beispielsweise der ethnischen
Zugehörigkeit, der Nationalität, der Religion oder des Glaubens.
In dem Forderungskatalog wird unter anderem mehr Selbstreflexion verlangt, insbesondere sind
hier linguistische Kriterien und Standards auch in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft zu
überprüfen. Für eine stärkere Präsenz ethnischer Minderheiten in den Medien sind gezielte
Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung der Journalisten zu entwickeln. Die Proponenten fordern
die verstärkte Ausbildung Angehöriger ethnischer Minderheiten zu Journalisten. Für die künftige
Arbeit wurde eine Plattform "Journalismus contra Rassismus" zwischen dem Österreichischen
Journalisten Club, der Journalistengewerkschaft und der ORF-Minderheitenredaktion vereinbart. (Ende)
| Aussender: | Oesterreichischer Journalisten Club (ÖJC) |
| Ansprechpartner: | Fred Turnheim, email: <A HREF=mailto:office@oejc.or.at>office@oejc.or.at</A>, Tel. Wien 982 85 55 |
| Website: | www.oejc.or.at/ |
