pte20080827025 in Leben
Jenaer Forscher wollen Ungeborene retten
Datenbank verspricht zuverlässigere Aussagen über Behinderungen
Jena (pte025/27.08.2008/15:00)
Forscher der Universität Jena haben eine Datenbank entwickelt, mit deren Hilfe sie die elterliche Angst eindämmen wollen, behinderte Kinder zur Welt zu bringen. "Wenn bei pränatalen Untersuchungen eine bestimmte chromosomale Auffälligkeit, ein sogenanntes kleines Markerchromosom bei einem Ungeborenen festgestellt wird, dann entscheiden sich fast 60 Prozent der Eltern das Kind abtreiben zu lassen", erzählt Thomas Liehr, Leiter der Arbeitsgruppe molekulare Zytogenetik an der Universität Jena http://www.uni-jena.de , im pressetext-Gespräch. Dabei hat gerade einmal ein Drittel der Geborenen mit einem solchen Markerchromosom dann auch tatsächlich eine Beeinträchtigung. "Um die Rate der unnötigen Schwangerschaftsabbrüche einzudämmen, haben wir unsere Datenbank entwickelt. Durch deren Ergebnisse können wir angehende Eltern besser über mögliche und tatsächliche Risiken aufklären", so Liehr weiter.
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