pts19990317019 in Business
Interunfall 1998: Innovationen bringen Prämienplus
Wachstum in der Lebens- und Krankenversicherung. Wieder 20 Prozent Dividende und Substanzsteigerung.
Wien (pts019/17.03.1999/14:43)
Erfolgreich hat sich die börsennotierte Interunfall Versicherung AG im Jahr 1998 auf dem österreichischen Versicherungsmarkt behauptet. Trotz der Prämienschlacht konnte die Interunfall die direkten Prämieneinnahmen auf mehr als 8,3 Milliarden Schilling (+0,7%) steigern und damit ihre Position unter den fünf größten Versicherern Österreichs absichern.Die wesentlichen Gründe für das gute Abschneiden der Interunfall auf dem Versicherungsmarkt ortet der seit Mitte des Berichtsjahres agierende Vorstandschef Dr. Hans Peer in der konsequenten Fortsetzung der Qualitätspolitik und in einer massiv laufenden Produktoffensive: "Wir haben seit Herbst 1998 zahlreiche Produktinnovationen auf den Markt gebracht, die außerordentlich hohe Akzeptanz bei den Kunden finden. Wir konnten nicht nur bei der boomenden Lebensversicherung punkten, sondern auch bei den Sachversiche-rungen und den neuen Assistancepaketen, die sich sehr gut verkaufen."
Durch die Vertriebserfolge konnte der Bestand an Versicherungsverträgen auf rund 2,6 Millionen gesteigert werden. Dafür waren neben Qualität und Produktinnovationen auch marktgerechte Prämien verantwortlich. Peer: "Wir haben einerseits massiv bei der individuellen Prämiengestaltung in gute Kundenbeziehungen investiert, uns andererseits aber von Geschäften getrennt, bei denen nichts zu verdienen war." Die Substanzstärke der Interunfall gestattet eine derartige Antwort auf die herrschende Marktsituation, ohne daß die kontinuierliche Dividendenpolitik geändert werden müßte.
Auch für 1998 wird der Hauptversammlung am 14. April 1999 eine unveränderte Dividende von 15 Prozent plus 5 Prozent Bonus vorgeschlagen.
Prämienentwicklung auf Marktniveau
In den einzelnen Geschäftszweigen entwickelte sich die Interunfall 1998 durchaus marktkonform - das leichte Minus in den Schaden-/Unfallsparten konnte durch das hohe Plus in der Lebensversicherung mehr als ausgeglichen werden:
In der Lebensversicherung hat die Interunfall ihr Prämienaufkommen im direkten Geschäft 1998 um 8,4 Prozent auf über 1,9 Milliarden Schilling ausgeweitet. Erwartungsgemäß konnte die "Lebenswerte Lebensversicherung" mit einem garantierten Rechnungszins von 4 Prozent sehr gute Markterfolge erzielen. Sehr stark gewachsen - nämlich um mehr als 22 Prozent - sind die Einmalerläge, die rund ein Drittel des gesamten Prämienvolumens in der Lebensversicherung ausmachten. Lebensversicherungen mit laufender Prämienzahlung erreichten ein Plus von 3,2 Prozent. Spektakulär entwickelte sich im abgelaufenen Jahr die Fondsgebundene Lebensversicherung: Die Prämien konnten mit 125 Millionen Schilling mehr als verdreifacht werden, der Versicherungsbestand stieg sogar von 112 Millionen Schilling auf knapp 500 Millionen Schilling.
Im Schaden/Unfallbereich beliefen sich die Prämieneinnahmen im direkten Versicherungsgeschäft auf 6,0 Milliarden Schilling (-1,5%). Der anhaltende Trend sinkender Durchschnittsprämien in der Kfz-Versicherung brachte für die Interunfall über alle Kfz-Sparten ein Prämienminus von 5,6% auf 3,0 Milliarden Schilling.
Die Unfallversicherung (+2,1%) und die allgemeine Haftpflichtversicherung (+6,1%) konnten ebenso wie die Gruppe der Sachversicherungen (+2,5%) mit einem Prämienplus aufwarten. Produktinnovationen wie etwa das seit Oktober 1997 am Markt angebotene "Sicherheitsmanagement für Betriebe" (160 Millionen Schilling Neuprämie) oder "Ihr Interunfall assistent", ein im Herbst präsentiertes Soforthilfepaket für Notsituationen, hatten hohen Anteil an diesem Erfolg.
Während der Großteil der österreichischen Krankenversicherer weiterhin ein Prämienminus registriert, konnte die Interunfall ihre Prämieneinnahmen in diesem Geschäftszweig mit knapp 385 Millionen Schilling leicht um 0,2% steigern, obwohl die Preisvorteile aus dem Entfall der Mehrwertsteuer in bestimmten Bereichen des Gesundheitswesens sowie Preissenkungen bei den Krankenhauskosten an die Interunfall-Kunden weitergegeben wurden.
Mehr Geld für die Kunden
An ihre Kunden hat die Interunfall 1998 insgesamt 6,6 Milliarden Schilling für Versicherungsfälle ausbezahlt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um rund 11 Prozent. In der Lebensversicherung war für das gestiegene Auszahlungsvolumen die hohe Zahl an abreifenden Verträgen verantwortlich, in der Schaden/Unfallversicherung sorgten u.a. einige Großschäden im Feuer/Industriebereich zu erhöhten Schadenzahlungen, wobei diese Leistungen im wesentlichen im Rahmen der Rückversicherung übernommen wurden.
Substanz kontinuierlich gestärkt
Auch im Jahr 1998 konnte die Interunfall die Stärkung ihrer Substanz fortsetzen. Die Eigenmittel wuchsen um 1,7 % auf 2,6 Milliarden Schilling, die technischen Rückstellungen um 5,0 % auf 24,9 Milliarden Schilling. Die gesamten Gewährleistungsmittel der Gesellschaft werden mit 28,5 Milliarden Schilling um 4,5 % höher als im Vorjahr ausgewiesen.
Die Kapitalanlagen haben sich 1998 um 2,8 % auf 27,5 Milliarden Schilling erhöht. Die Erträge aus Kapitalanlagen und Zinserträge (abzüglich der Aufwendungen) wurden um 1,3 % auf 1,9 Milliarden Schilling gesteigert.
Mit Offensiv-Strategie Kundennutzen steigern
Die Interunfall war 1998 als Tochtergesellschaft der Generali Holding Vienna AG in die Neustrukturierung der Generali Vienna-Gruppe einbezogen. Durch die Zusammenführung der Back-Office- und Service-Bereiche in der neuen Generali Office-Service und Consulting AG ergeben sich Synergiepotentiale, von denen die Interunfall und ihre Kunden profitieren werden. In Fortführung der eingeleiteten Maßnahmen werden offensiv weitere Schritte zur Gewinnung von Synergiepotentialen im Rahmen der Generali Vienna-Gruppe gesetzt, die zu niedrigeren Kosten und weiter erhöhtem Service-Level führen werden. Peer: "Durch die Nutzung von Synergiepotentialen sichern wir nachhaltig die Eigenständigkeit der Interunfall als eine der führenden Gesellschaften auf dem Versicherungsmarkt. Eigene Produktentwicklung und eigener Vertrieb sowie Kooperationen mit anderen Gruppen-gesellschaften im organisatorischen Bereich dienen einem Zweck: den Kunden der Interunfall innovative Versicherungs- und Vorsorgeprodukte zu attraktiven Preisen anzubieten und beim Service die geballte Kraft der in vielen Bereichen führenden Gruppe auszuspielen. Stärkere Präsenz am Point of Sale und Service zum Nutzen unserer Kunden bei gleichzeitiger Steigerung der Effizienz sind die Eckpfeiler unserer Offensiv-Strategie."
Erfolg durch Zielgruppenorientierung
Auch wenn weiterhin mit einer zunehmenden Verschärfung des Wettbewerbs auf dem Versicherungsmarkt zu rechnen ist, sieht die Interunfall positiv in die Zukunft. Durch konsequente Ausrichtung zum Kunden, zielgruppengerechte Produkte mit erweiterten Assistance-Leistungen, durch Bildungsoffensive bei den Mitarbeitern und durch ein Kundenbindungsprogramm wird die Interunfall ihre Positionierung als Service- und Qualitäts-Versicherer weiter stärken. Einen erfreulichen Erfolg in diese Richtung verzeichnete die Interunfall 1998 durch die Nominierung zum Staatspreis "Qualität". (Ende)
| Aussender: | Interunfall Versicherung AG |
| Ansprechpartner: | Karin Kreutzer |
| Tel.: | 01/534 01-2480 |
| E-Mail: | karin_kreutzer@generali.com |
| Website: | www.interunfall.at |
