pts19990426013 in Business
Informationsinitiative für Patienten mit Herzschrittmachern
Informationsfolder zum sicheren Umgang mit Mobiltelefonen
Wien (pts013/26.04.1999/13:00)
Das Handy ist in den letzten Jahren für viele Österreicher nicht nur zum Gebrauchsgegenstand geworden, für ältere und kranke Menschen stellt es darüber hinaus ein unverzichtbares Kommunikationsinstrument dar, das rasche Hilfe in Notfällen gewährleistet. Auch für Patienten mit Herzschrittmachern gilt dieser Aspekt, allerdings wurden sie in der Vergangenheit durch immer wiederkehrende Hinweise auf mögliche Störeinflüsse des Handys auf ihren Herzschrittmacher verunsichert. Dem soll nun ein Informationsfolder Abhilfe schaffen, in dem speziell für Herzschrittmacherpatienten die wichtigsten Anwendungsrichtlinien für den sicheren Umgang mit Handys übersichtlich dargestellt sind. Der Folder liegt ab sofort in allen kardiologischen Zentren auf."Auswirkungen von Mobilkom-munikationseinrichtungen auf Schrittmacher und medizintechnische Geräte" heißt ein Gutachten, das im letzten Jahr von Univ.-Prof. Dr. Oswald Jahn vom AKH Wien, Univ.-Prof. Dr. DI Norbert Leitgeb vom Institut für biomedizinische Technik an der TU in Graz, und DI Georg Neubauer vom Forschungszentrum Seibersdorf erstellt wurde. Basierend auf diesen Erkenntnissen hat das FMK nun in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Kardiologie-Spezialisten Univ.-Prof. Dr. Konrad Steinbach ein Informationsfolder herausgegeben, der betroffenen Patienten konkrete Sicherheitshinweise bzw. Anwendungsrichtlinien für den sicheren Gebrauch von Mobiltelefonen gibt bzw. dort entwarnt, wo kein Grund zur Sorge ist.
Tatsächlich kann es nämlich in vielen Fällen zu gar keiner Störung kommen, da entweder die Frequenz des Mobiltelefons den Herzschrittmacher nicht beeinträchtigt oder die Art des Schrittmachers von Handyfrequenzen überhaupt unbeein-flußt bleibt. Dabei handelt es sich um sogenannte bipolare Sonden, die in den letzten Jahren überwiegend in Österreich verwendet wurden. Man sollte sich daher auf jedem Fall in seinem Schrittmacherzentrum erkundigen, welche Art des Schrittmachers implantiert wurde, aber z.B. auch, wie er eingestellt ist. Der Folder gibt einen Überblick, in welchen Fällen spezielle Sicherheits- vorschriften zu beachten sind und listet diese anwendergerecht auf. Die wichtigste Richtlinie, die es dabei zu beachten gilt: Bei der Benutzung von Mobiltelefonen immer einen Mindestabstand von 20 cm vom Schrittmacher einhalten.
Um eine rasche Verteilung des Informationsfolders an die betroffenen Patienten sicherzustellen, konnte nun in Zusammenarbeit mit Univ.-Prof. Dr. Konrad Steinbach bzw. dem Österreichischen Herzfond organisiert werden, daß dieser Folder ab sofort in allen kardiologischen Zentren Österreichs aufliegt. Interessierte Patienten können den Folder auch jederzeit direkt beim Forum Mobilkommunikation, bei Michaela Giljum, Telefon 01/588 39-14 anfordern. Das gilt auch für Ärzte, die ein größeres Kontingent für ihre Praxis bestellen wollen. Telefonische Auskünfte zur Beantwortung spezieller Fragen erhalten Patienten beim Servicetelefon des Österreichischen Herzfonds, Telefon 01/408 95 66.
Für Rückfragen zum Thema Mobilkommunikation wenden Sie sich bitte an:
FMK: Michaela Reeh
Mariahilfer Straße 37-39, 1060 Wien
Tel: (01) 588 39 DW 38 bzw. 0676/301 11 90, Fax: (01) 586 69 71
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Für medizinische Journalistenfragen steht auch Univ. Prof. Konrad Steinbach unter der Wiener Telefonnummer 49150-2301 zur Verfügung, e-mail: Konrad.Steinbach@univie.ac.at. (Ende)
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