pte20000302017 in Leben
Impfung gegen Nierenkrebs zeigt erste Erfolge
"Dendritische" Zellen aktivieren Immunsystem
Göttingen (pte017/02.03.2000/11:15)
Forscher der Universität Göttingen http://www.uni-goettingen.de/ haben eine neue Immuntherapie gegen Nierenkrebs entwickelt und an 17 Patienten erprobt. Bei sieben Patienten mit Erfolg. Zehn Patienten starben trotz der neuen Behandlung, heißt es in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift "Nature Medicine". http://medicine.nature.com/ Ziel der neuen Immuntherapie, die körpereigene Abwehr der Krebspatienten gegen die Krebszellen zu mobilisieren. Dazu verschmolzen die Forscher im Reagenzglas Krebszellen der Patienten mit speziellen Immun-Zellen, sogenannten "dendritischen" Zellen. Diese aktivieren andere wichtige Mitspieler des Immunsystems.Für die Behandlung benutzten die Göttinger Forscher dendritische Zellen von gesunden Blutspendern. Es kam nicht Abstoßungsreaktionen der Blutzellen. Außer Fieber traten keine Nebenwirkungen auf. Bei vier der 17 Patienten bildete sich der Krebs vollständig zurück. Innerhalb von 21 Monaten kam es nicht zu einem Rückfall. Experten werten dies als bisher größten Teilerfolg auf dem Weg zu einer Impfung gegen Krebs. Die Forscher hoffen, dass die Behandlung sich auch für andere Krebsarten eignet. (dradio) (Ende)
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