pte19980117003 in Business
Immer mehr Medien denken an Abo-System
Online-Ausgaben allein durch Werbung nicht finanzierbar
New York (pte) (pte003/17.01.1998/17:04)
Microsofts Online-Zeitschrift Slate http://www.slate.com/ plant die Einführung eines Abonnement-Systems zu einem Jahrespreis von 35 bis 55 DM. "Wir glauben nicht, daß wir uns auf Dauer ausschließlich durch Werbung finanzieren können", sagte der Verleger von Slate. Damit gesellt sich Slate zu einer wachsenden Zahl von Veröffentlichungen, die sich nicht mehr allein aus Werbung im Internet finanzieren können. Die Online-Version des Wall Street Journals http://www.wsj.com/ ist bisher die erfolgreichste Publikation dieser Art - vor allem wegen seines guten Rufs als Printmedium und aufgrund der Tatsache, daß die Online-Version andere inhaltliche Akzente setzt."Wenn man etwas bietet, das es sonst nirgendwo gibt, schafft man einen Wert", sagte ein Sprecher der Time New Media. Ursprünglich war für das Jahresabonnement der wöchentlich erscheinenden Online-Zeitschrift Slate ein Preis von etwa 245 Schilling geplant, doch inzwischen hat der Verleger angekündigt, daß der Preis wohl etwas höher liegen werde, da man hoffe, eine ganze Reihe von Spitzen-Autoren engagieren zu können. Auch The Economist, Business Week und Money.com probieren zur Zeit Abonnement-Systeme aus. Die New York Times [http://www.nytimes.com/] verlangt bereits jetzt von ihren Lesern außerhalb der Vereinigten Staaten Gebühren für die Online-Version und plant, dieses System auch für inländische Leser einzuführen. [Broadcasting & Cable]
* Süddeutsche mit Stellenangeboten im Netz *
Seit vergangenem Wochenende ist der Stellenmarkt der "Süddeutschen Zeitung" auch im Internet abrufbar. Die Online-Stellenanzeigen können nach Branchen und Positionen gezielt abgesucht werden. Das Service ist kostenlos, sämtliche Stellenanzeigen sollen maximal vier Wochen lang verfügbar sein. Die Internet-Veröffentlichung von Stellenanzeigen ist laut dem Verlag für Anzeigenkunden kostenlos. Die Tageszeitung bietet auch die Auto- und Immobilien-Anzeigen im Netz an. http://www.sueddeutsche.de
* Werbung auf Wunsch *
Die Werbeindustrie überlegt noch immer, wie sie die Kunden im Internet am besten erreichen kann: Eingeblendete Werbebanner sind nicht mehr allzu begehrt, da der Leser sie zu leicht überspringen kann; die Cookie-Technologie, die als das ultimative Überwachungsinstrument für Netsurfer angepriesen wurde, kann nicht unterscheiden, "ob eine Person eine Web-Seite fünfmal liest oder fünf Personen eine Web-Seite jeweils einmal abrufen". Inzwischen meinen Experten, daß die Online-Werbung ganz neue Marketing-Methoden entwickeln müsse: "Der Konsument wird die völlige Kontrolle haben. Er wird entscheiden, was er sehen will und wann er es sehen will", meinte ein Werbefachmann bei IBM. [Los Angeles Times] (Ende)
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