pte20000302025 in Leben
Ibex 2000 eröffnet Exportchancen für Bio-Produkte
EU unterstützt Bio-Exporteure auf der Einkäuferfachmesse in Klagenfurt
Klagenfurt (pte025/02.03.2000/12:17)
Biobauern und Verbände, die sich auf den Verkauf von biologischen Produkten spezialisieren, haben auf der Ibex Biofood 2000, die im Rahmen der Klagenfurter Gast-Messe http://www.ktn-messen.co.at vom 12. bis 15. März stattfindet, die Gelegenheit ihre Waren den Handelsriesen wie Rewe, Tesco & Sainsbury, Carrefour, oder Coop Italia anzubieten. Dazu kommen weitere Einkäufer aus der Hotellerie und Gastronomie, sowie aus den Bereichen Catering und Lebensmittelindustrie.Auf einer Ausstellungsfläche von rund 1.500 Quadratmetern werden 120 österreichische Aussteller und rund 100 Aussteller aus der EU ihre Produkte anbieten. "Viele kleine Biobauern und Kleinbetriebe werden von Zulieferunternehmen vertreten, daher ist die Anzahl der Unternehmer, die ihre Produkte anbieten viel größer", sagte Hermann Wieser, Chef von Wieser Consult http://www.wieserconsult.com , EU-Berater und Projektmanager der Biofood gegenüber pressetext.austria. Wieser sieht große Wachstumschancen österreichischer Bioprodukthersteller im gesamten EU-Raum. Insbesondere die Märkte in Deutschland, Norditalien, Großbritannien und Dänemark wären interessant. Durch Dioxin- und BSE-Skandal ist das Interesse für biologische Produkte deutlich gestiegen, so Wieser.
Nach einer Analyse von Wieser-Consult, die das Finanzministerium und die Kontrollbank in Auftrag gab, wurde festgestellt, dass die Bio-Produktion in allen Ländern steigt. Das Interesse an gesunder Ernährung war noch nie so groß. Dabei gebe es eine stark steigende Nachfrage nach biologischen Convenience-Produkten (Fertiggerichten). Obwohl die Preise sinken, liege die Preisdifferenz zu herkömmlichen Produkten noch immer zwischen 10 und 30 Prozent. Die Zielgruppe von biologischen Nahrungsmitteln sei nicht mehr nur auf einzelne "Alternativ-Gruppen" beschränkt, sondern erstrecke sich auf immer größere Bevölkerungsschichten, so Wieser Consult.
Die Schätzungen über die aktuelle Marktgröße für Bio-Produkte gehe aber weit auseinander. Ein Grund dafür sei auch, dass der Handel keinen Unterschied zwischen herkömmlichen Nahrungsmitteln und Bio-Produkten mache. Einige Länder seien auch stark importabhängig, vor allem diese Länder in denen Bio-Landwirtschaft nicht gefördert werde. Da liege eine große Chance für österreichische Anbieter. Dabei zeigen sich verschiedene Schwerpunkte in den einzelnen Segmenten: in Großbritannien liege das Schwergewicht zum Beispiel bei Obst und Gemüse, in Dänemark bei Milchprodukten.
Im Bio-Food-Handel herrsche ein Mangel an Lebensmitteln. Dies sei die einzige Sparte im ansonsten gesättigten Lebensmittelbereich, so die Studie. Österreichs Chancen lägen dabei gut, da der Staat biologische Landwirtschaft unterstützt, ist die Branche ausgereift, so Wieser. Problematisch sei lediglich, dass es für die biologische Tierhaltung keine EU_Richtlinie gebe. Allerdings sei diese in Vorbereitung.
Die Ibex-Biofood 2000 wird als Einkäuferfachmesse mit EU-Geldern gefördert. Die Chancen für die österreichischen Aussteller schätzt Wieser sehr gut ein. "Es kommen wie gesagt Einkäufer aus allen EU-Ländern, daher gibt es die Möglichkeit Geschäftspartner zusammen zu führen, die sich sonst nie treffen würden." (ww)
Weitere Informationen über die Studie: http://www.oekb.co.at/1/05/01/10501000.html (Ende)
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