pte20000202018 in Leben
Hunderte Gentherapie-Experimente fehlgeschlagen
Nur 39 von 691 Vorfällen gemeldet
Bethesda (pte018/02.02.2000/11:00)
In Amerika sind jetzt Hunderte fehlgeschlagene Gentherapie-Experimente, teilweise mit Todesfolge, aufgedeckt worden. Das National Institute of Health (NIH) hat bestätigt, dass es nur in 39 von 691 meldepflichtigen Fällen sofort verständigt wurde. http://www.nih.gov Der Tod des 18-jährigen Jesse Gelsinger im September letzten Jahres hatte das NIH dazu veranlasst, die Wissenschaftler nachdrücklich an ihre Meldepflicht zu erinnern. Schlechte Resultate seien aus Angst vor finanziellen Schäden für die beteiligten Unternehmen verschwiegen worden. Zahlreiche Patienten litten während der Behandlung an Fieber, Blutgerinnungsanomalien und Blutdruckproblemen.Stuart Newman vom New Yorker Medical College sagt, dass die Kommerzialisierung dieses Wissenschaftszweiges sicher einen Anreiz für das Verschweigen von schlechten Nachrichten sei. Probleme wurden unter anderem durch das Einbringen des genetischen Materials hervorgerufen. Durch Nadeln verursachte Verletzungen führten bei Gehirntumorpatienten zu Teillähmungen und Sprechstörungen. Das NIH hat die Aufgabe die Todesursache festzustellen, um zukünftige Patienten besser schützen zu können. Zusätzlich werden alle gemeldeten Probleme durch das NIH veröffentlicht. Die Food an Drug Administration http://www.fda.gov als zweite Meldestelle gibt laut BBC nur einen Bruchteil der Informationen weiter. (bbcnews) (Ende)
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