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pte20210118001 Tourismus/Reisen, Technologie/Digitalisierung

Hotels: "Tetris" sorgt für optimale Auslastung

Algorithmus von Informatikern der Universität Trient verspricht deutlich höheren Umsatz


Zimmerbelegung: oben klassisch, unten optimal (Foto: unitn.it/en)
Zimmerbelegung: oben klassisch, unten optimal (Foto: unitn.it/en)

Trient (pte001/18.01.2021/06:05) -

Ausgerechnet das Spielprinzip von „Tetris“ kann Hotels helfen, eine optimale Auslastung zu erreichen und somit höchstmögliche Umsätze zu generieren. Das hat eine Studie von Informatiker der Universität Trient https://unitn.it/en">https://unitn.it/en ergeben. Der Algorithmus „RoomTetris“ vergibt Zimmer erst bei Eintreffen der Gäste und stapelt dabei quasi Buchungs-Blöcke optimal in freie Zimmer-Zeilen.

Effizientere Wechsel

Den Forschern zufolge vergeben viele Hotels bis heute Zimmer bereits zum Zeitpunkt der Reservierung, die Räume sind dann auch bei kurzer Belegung für spätere, längere Buchungen nicht mehr frei. Um eine Überbuchung zu vermeiden, lehnen Hotels daher gerade Online-Buchungen ab, bevor sie tatsächlich Vollauslastung erreichen – opfern also durch suboptimalen Bettenwechsel letztlich potenziellen Umsatz. In ihrer Studie befassen sich die Informatiker daher mit Algorithmen, die für eine optimalere Auslastung sorgen sollen.

Dabei konnten die Trienter Forscher zeigen, dass ihr Algotrithmus RoomTetris die Zimmer am besten vollstapelt. „Es gibt keine bessere Art das zu machen und es gibt ein mathematisches Theorem, das zu beweisen“, sagt der Informatikprofessor Roberto Battiti. Der Nutzen ist ein höherer Turnover, mit einem Plus von fünf bis zehn Prozent bei einem durchschnittlichen italienischen Hotel mit 50 Zimmern. Das verspricht dementsprechend auch mehr Umsatz und letztendlich Profit. „Es gibt sicher Fälle, in denen sich die Wirtschaftlichkeit verdoppeln könnte“, so Battiti.

Zimmer vollstapen

Im Prinzip fügt der Algorithmus dazu Buchungs-Blöcke dabei nach dem Tetris-Spielprinzip so in das Zimmer-Schema ein. Er muss dabei allerdings bestehende Vormerkungen nicht starr einhalten, sondern kann die Zuweisungen bei Bedarf anpassen. Das verhindert eigentlich unnötige Ablehnungen von Buchungsanfragen. In der Praxis dürften Gäste ihr Zimmer erst bei der Ankunft endgültig zugewiesen bekommen. Dass das tatsächlich eine bessere Auslastung ermöglicht, haben vergleichende Simulationen gezeigt. Battiti gibt sich überzeugt, dass der Algortithmus in einigen Jahren von fast allen Hotels genutzt werden wird.

(Ende)
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