pts19970225001 in Business
Hostasch: "Werden EU-Förderungen ausschöpfen"
Sozialministerin führte Arbeitsgespräch mit Leiter der EU-Vertretung
Wien (pts001/25.02.1997/11:48)
"Die Europäische Union leistet mit den Mitteln ihres Sozialfonds einen wichtigen Beitrag, um Arbeitsplätze in Österreich zu sichern oder neue zu schaffen", anerkannte Sozial- und Gesundheitsministerin Lore Hostasch gegenüber Wolfgang Streitenberger, dem Leiter der Vertretung der Europäischen Union in Österreich. Hostasch und Streitenberger waren gestern, Montag, am späteren Nachmittag zu einem Arbeitsgespräch in Wien zusammengetroffen. Fragen der Beschäftigungspolitik und der sozialen Dimension der EU standen dabei im Mittelpunkt.Daß die EU nach jahrelanger rein wirtschaftlicher und fiskalpolitischer Ausrichtung nunmehr auch die Beschäftigungspolitik in den Vordergrund ihrer Politik stelle, begrüße sie außerordentlich, versicherte Hostasch ihrem Gast. Sie sei überzeugt, daß zur Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze und zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit neben den vielfältigen nationalen Anstrengungen auch eine europaweite Beschäftigungsstrategie notwendig ist. Österreich werde daher alle Bestrebungen unterstützen, die dieses Ziel näherbringen. Wolfgang Streitenberger konnte in diesem Zusammenhang die Position der Europäischen Kommission in bezug auf ein "Beschäftigungskapitel" in einem revidierten Vertrag über die EU erläutern.
Streitenberger würdigte weiters das österreichische Modell der Sozialpartnerschaft. Es sei unter anderem im Hinblick auf den von EU-Kommissionspräsident Jaques Santer vorgeschlagenen "Vertrauenspakt für Beschäftigung" beispielhaft, sagte Streitenberger.
Österreich gehöre heute schon zu jenen Ländern, die einen sehr hohen Ausschöpfungsgrad beim Rückholen von Geldern aus Brüssel aufweisen, sagte Hostasch: "Um besonders älteren Arbeitslosen, Frauen, Jugendlichen und langzeitarbeitslosen Personen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen, stellen die Programme des Europäischen Sozialfonds eine wesentliche Säule dar." Von den rund 7,5 Milliarden Schilling, die heuer für Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Österreich zur Verfügung stehen, stammen rund 1,5 Milliarden aus dem Europäischen Sozialfonds. Insgesamt wird Österreich bis 1999 rund sieben Milliarden Schilling aus dem ESF erhalten haben. (Ende)
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